Willst du denn, daß ich ganz zu Grunde geh?

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Georg Heym: Willst du denn, daß ich ganz zu Grunde geh? Titel entspricht 1. Vers(1899)

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Willst du denn, daß ich ganz zu Grunde geh?
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Du weißt, du schlugst mich oft schon,
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Wenn ich dich bat um einen Strahl der Höh.
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Ich trug's, denn endlich hofft ich Lohn.

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Warum von neuem folterst du mich jetzt
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Wo ich die ganze Nacht durch mit dir rang?
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Was hab ich dich denn gar zu sehr verletzt.
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Ich will Erhörung, ich fleh nicht mehr lang!

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Bist du der Liebe Gott, so gib mir Teil an ihr
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Und zeig mir nicht bloß Schemen, die entglitten.
11
Ich hoffe noch: ein Glückstrahl neigt sich mir,
12
Doch kann ich nicht mehr warten, lange bitten.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Georg Heym
(18871912)

* 30.10.1887 in Jelenia Góra, † 16.01.1912 in Gatow

männlich, geb. Heym

Unfalltod | Ertrinken

deutscher Schriftsteller, Vertreter des frühen Expressionismus

(Aus: Wikidata.org)

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