Zur technischen Realisierung des Projekts wurden die zehntausenden Texte mit automatischen Annotationen für verschiedene Analyseaspekte versehen. Dazu wurden heuristische Verfahren, aber auch Künstliche Intelligenz eingesetzt, um bestmögliche Analyseergebnisse zu erzielen.
Beachtet werden muss, dass Modelle nie ein vollkommen korrektes Analyseergebnis garantieren können. Bei der Evaluation hat sich hinsichtlich der Fehleranfälligkeit herausgestellt, dass die Korrektheit der Wortarten und Stilmittel eindeutig als relativ hoch bewertet werden kann. Im Kontrast dazu kann die Korrektheit des Reimschemas bei längeren Texten eindeutig als relativ gering eingeschätzt werden, während das Reimschema bei kürzeren Texten oft korrekt angegeben ist. Wörter mit vielen Silben oder komplexer Silbenstruktur erschweren die Bestimmung von Metrum und Kadenz.
Grundsätzlich gilt: Jedes Verfahren zur automatischen Annotation weist seine, oft textabhängingen, Möglichkeiten und Grenzen auf, ist grundsätzlich aber zuverlässig. Durch die starke Abhängigkeit der Fehleranfälligkeit von den individuellen Texten kann es zu den Extrema kommen, dass ein Text in Bezug auf einen bestimmten Analyseaspekt z. B. vollkommen fehlerfrei und ein anderer Text hingegen vollkommen falsch annotiert wurde.
Deshalb: Die Benutzer von Textopus müssen die angegebenen Analyseergebnisse kritisch reflektieren und dürfen sich nicht auf die vollkommene Korrektheit verlassen!