ViI

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Rainer Maria Rilke: ViI (1900)

1
Wie rief ich dich. Das sind die stummen Rufe,
2
die in mir süß geworden sind.
3
Nun stoß ich dich Stufe ein um Stufe
4
und heiter steigt mein Samen wie ein Kind.
5
Du Urgebirg der Lust: auf einmal springt
6
er atemlos zu deinem innern Grate.
7
O gieb dich hin, zu fühlen wie er nahte;
8
denn du wirst stürzen, wenn er oben winkt.

(Haider, Thomas: Deutsches Lyrik Korpus (DLK) v5.0, 2022. Ursprünglich von Editura GmbH & Co. KG (Digitale Bibliothek) digitalisiert, vom TextGrid-Verbund erworben und angereichert; als DLK-Ausgabe bearbeitet und kuratiert. Lizenz: Verbreitet unter der Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International Lizenz (CC BY-SA 4.0). Änderungen: Textkorrekturen, Anreicherung mit Metadaten und Textannotationen sowie Konvertierung durch Textopus.)

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Rainer Maria Rilke
(18751926)

* 04.12.1875 in Prag, † 29.12.1926 in Montreux

männlich, geb. Rilke

natürliche Todesursache | Leukämie

österreichischer Lyriker, Erzähler, Übersetzer und Romancier (1875–1926)

(Aus: Wikidata.org)

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