20.

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Rainer Maria Rilke: 20. (1900)

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Zwischen den Sternen, wie weit; und doch, um wievieles noch weiter,
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was man am Hiesigen lernt.
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Einer, zum Beispiel, ein Kind... und ein Nächster, ein Zweiter –,
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o wie unfaßlich entfernt.

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Schicksal, es mißt uns vielleicht mit des Seienden Spanne,
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daß es uns fremd erscheint;
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denk, wieviel Spannen allein vom Mädchen zum Manne,
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wenn es ihn meidet und meint.

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Alles ist weit –, und nirgends schließt sich der Kreis.
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Sieh in der Schüssel, auf heiter bereitetem Tische,
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seltsam der Fische Gesicht.

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Fische sind stumm..., meinte man einmal. Wer weiß?
13
Aber ist nicht am Ende ein Ort, wo man das, was der Fische
14
Sprache wäre,

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Rainer Maria Rilke
(18751926)

* 04.12.1875 in Prag, † 29.12.1926 in Montreux

männlich, geb. Rilke

natürliche Todesursache | Leukämie

österreichischer Lyriker, Erzähler, Übersetzer und Romancier (1875–1926)

(Aus: Wikidata.org)

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