Des Weisen Lehre

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Ludwig Thoma: Des Weisen Lehre (1894)

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Künstler, wollt ihr Geld verdienen –
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Und wer wollte dieses nicht? –
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Höret, was mir recht geschienen,
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Höret, was der Weise spricht:

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Wessen Gunst sollst du erringen
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Mit dem Bild, was du gemalt?
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Erstens doch vor allen Dingen
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Dessen, der den Kitsch bezahlt.

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Zweitens fällt der Kritisierer
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Bei der Sache ins Gewicht,
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Denn als Mensch und Zeitungsschmierer
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Ist er ohne Einfluß nicht.

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Drittens oder allererschtens,
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Maler, was du auch gemacht,
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Hast du dabei deines Ferschtens,
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Deines Landesherrn gedacht?

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Seine Huld belebt die Musen,
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Und auch die der Malerei.
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Sorge, daß in deinem Busen
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Dieser Glaube innig sei.

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Male, wie du, wenn du laben
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Willst dich an des Herrschers Gunst,
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Wünschen wirst, gemalt zu haben.
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Dieses heißt man auch 'ne Kunst.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Ludwig Thoma
(18671921)

* 21.01.1867 in Oberammergau, † 26.08.1921 in Tegernsee

männlich, geb. Thoma

natürliche Todesursache | Magenkarzinom

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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