Die Geschichte vom kleinen Ei

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Theodor Fontane: Die Geschichte vom kleinen Ei (1895)

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Die Gräfin und ihr fünfzehnjähriger Sohn,
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Auch zwei Komtessen halb erwachsen schon,
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Sie sollen fort, bis Capri, bis Sorrent,
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Und wenn zu heiß es dann vom Himmel brennt,
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Dann rasch zurück nach Schweiz und Interlaken,
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Denn mit poor Alfred hat es einen Haken:
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Er hustet – und so viel hängt an dem Jungen,
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Und wenn's das Herz nicht ist, so sind's die Lungen.

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An fährt die Kutsche. Vor dem Erdgeschoß
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Stehn sieben Koffer, einer ein Koloß,
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Und was von Hausgesind' das Schloß umfängt,
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Es hat voll Eifer sich herangedrängt.
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Ein alter Diener (Erbstück) in Gamaschen
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Bringt immer neue Plaids und Reisetaschen,
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Die Kammerjungfer schluchzt, der Kandidat
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Gibt für Verona seinen Reiserat
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Und mahnt ein wenig schelmisch die Komtessen,
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Das »Grab der Julia« ja nicht zu vergessen;
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Ernst aber steht am Schlag der alte Graf –
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Ob ihn der Abschied allzu schmerzlich traf?
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Er hält nicht viel von Bahn- und Gasthofstreiben,
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Ich glaube fast, ihm paßt's, zu Haus zu bleiben;
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Daneben aber tut er, was er muß:
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Er spart nicht Händedruck, nicht Abschiedskuß,
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Klappt in die Höh der Kutsche Lederdach,
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»a rivederci!« ruft er ihnen nach, –
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Er hatte sich sprachlustig mitbeschäftigt,
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Als sich die Damen für Sorrent gekräftigt.

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Nun sind sie fort. Im Vorflur ist es warm,
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Der Graf ergreift des Kandidaten Arm
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Und sagt, in heitrem Auf- und Niederschreiten:
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»ja, lieber Porst, nun kommen schlimme Zeiten,
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Der Doktor hat von Ende Herbst gesprochen,
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Das gibt für Sie sehr lange Ferienwochen,
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Vielleicht
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Dann sitzen Sie hier mutterwindallein;
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Ich weiß nicht, ob Stillsitzen Ihnen paßt,
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Dreivierteljahr, die Länge hat die Last;
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Ich für mein Teil, ich hätte nichts dagegen,
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Wenn Sie sich ausruhn woll'n und etwas pflegen,
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Vielleicht zu Haus, in Vaters Försterei
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Mit Stadt- und Kloster-Lindow dicht dabei.«

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»verzeihn, Herr Graf, indessen steht's bei
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Trotz Elternhaus, ich bleib' am liebsten hier;
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Ich hab' hier meine Bücher, meine Sachen,
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Will, wenn es sein kann, meinen Doktor machen;
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Hab' auch Verkehr hier, alt' und junge Leute,
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Den Pastor morgen und den Lehrer heute,
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Kann mit dem Gärtner pflanzen und begießen,
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Kann mit dem Jäger einen Hasen schießen,
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Und kommt's zum Schlimmsten, geh' ich in den Krug,
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Bestell' ein Seidel mir und rede klug,
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Wie man's so tut, von Rüben und von Raps, –
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Der Krüger freilich ist halb Taps, halb Flaps,
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Allein die Frau, die geht, die kann ich leiden,
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Ist jedenfalls die Klügre von den beiden,
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Ein bißchen
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Doch immerhin 'ne nette märk'sche Frau.«

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»nun, lieber Porst, mir recht. Und 's wird schon gehn –
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Nur immer 'n bißchen nach dem Rechten sehn;
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Und wenn im Reichstag mal ein Ruhtag ist,
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So komm' ich, und wir haben unsern Whist;
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Man muß sich schließlich auch einmal was gönnen,
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Und unser Dritter – nu, der wird schon können.«

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Und so kam Mai. Der Fink im Walde schlug,
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Porst ging spazieren oder saß im Krug,
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Meist plaudernd mit des Krügers muntrer Frau
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Von Margarine, Butter, Mastviehschau,
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Von Wollmarkt und wie gut der Roggen stünde, –
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Das ew'ge Klagen sei doch fast 'ne Sünde.
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»das find' ich auch und sag' es jeden Morgen;
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Die Wirtschaft, ach, ich hab' ganz andre Sorgen,
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Die Jungen wachsen 'ran, die richt'gen Rangen,
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Mit unserm Willem is nichts anzufangen:
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Der Jung' is faul, für gar nichts hat er Sinn,
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Ganz wie sein Vater dröhmt er bloß so hin,
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Und 's Rechnen wird ihm alle Tage schwerer –
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Ich habe schon gedacht ... vielleicht der Lehrer?«

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»wohl möglich, Frau; doch wie's damit auch sei,
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Da hilft sich's schon ohn' große Hexerei,
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Latein, Geschichte werd'
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Kann er denn schon 'nen deutschen Aufsatz schreiben?
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Und wenn auch nicht, so viel versprech' ich Ihnen,
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Er soll, zum mind'sten, nicht drei Jahre dienen.«

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Und wie versprochen, gleich am andern Tag
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Tritt Porst ins Zimmer, mit dem Glockenschlag;
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Und weiter so, – nie läßt er lange warten –
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Er kommt mit Zumpt, mit Lexikon und Karten,
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Und was das Best' (im Busen wird es helle),
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Der Junge kommt auch wirklich von der Stelle!
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Lernt »Tabakspfeife«, »Bürgschaft«, Gellerts Fabeln,
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Unregelmäß'ge Verben und Vokabeln,
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Lernt piper und papaver und auf is
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Was masculini generis.

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Und eines Tages, nicht mehr allzu früh,
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( ... »er bleibt
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Erscheint beim Unterricht die Krügerin
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Und stellt vor Porst 'nen Eierbecher hin,
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'nen Eierbecher, drin ein kleines Ei,
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Porst lächelt, nimmt's und ißt's in guter Ruh;
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Die Krüg'rin lächelt auch, und sieht ihm zu.

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Vergangen sind an zweiundzwanzig Jahr.
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Der Kandidat Konsistorialrat war,
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Hofprediger, Generalsup'rintendent,
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Ein großer Stern am preuß'schen Firmament.
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Und heut vom Königsschloß her, klar und munter
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Kommt er den breiten Opernplatz herunter,
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Und an der Neuen Wache, glau und schlau,
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Wer will an ihm vorbei? – die Krügersfrau.

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Die Schritte hemmt er. »Ei, Frau Krüg'rin ei,
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Hübsch stillgestanden, nicht so stolz vorbei!
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Was macht der Mann? Was ist im Schlosse los?
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Der Graf, ich weiß, war letzthin in Davos;
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Und Willem; wenn nicht avanciert er ist,
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Der ist nun wohl schon lange Reservist?«

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»gott, Gott! mir zittern ordentlich die Knie,
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Herr Kandidat, jetzt erst erkenn' ich Sie,
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Sonst war Ihr Rock so weit und so bequem,
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Sie sind nicht mehr so spillrig wie vordem.
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Und was mein Mann, mit
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Er sitzt so rum und raucht und schläft noch immer;
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Uns' Willem aber,
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Vorm Haus die Linde hat er eingeschient,
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Und hat auch wirklich nur
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Gott, manchmal denk' ich noch an all die Sachen,
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's mußt' Ihnen doch 'ne rechte Freude machen;
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Die Gräfin kam ja Neujahr erst zurück,
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Da war das mit dem Willem doch ein Glück,
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Und gab ein bißchen doch für Sie zu tun,
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Statt so den ganzen Tag sich auszuruhn.
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Und einmal, als die Stunde schon vorbei ...
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Sie nicken ... ach, Sie wissen schon ... das Ei«

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Theodor Fontane
(18191898)

* 30.12.1819 in Neuruppin, † 20.09.1898 in Berlin

männlich, geb. Fontane

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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