1
Von den Höhen des Olympos löst sich eine lichte Wolke,
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wandert über Flur und Fluten, rastet über Trojas Volke.
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Und die Menge sieht mit Staunen, und die Priester sehn mit Beben
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an dem glanzgewölbten Himmel diese eine Wolke schweben.
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In den Tempel Aphrodites hasten ihre bangen Schritte;
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wo der Göttin uralt Bildnis kauert in der Säulen Mitte,
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sinken rings sie in die Kniee, küssen mit der Stirn die Erde,
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breiten qualverzückt die Arme, flehn mit brünstiger Geberde:
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Und von dannen zieht die Wolken unten durch die grünen Matten
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auf dem Ilischen Gefilde kriecht ein seltsam blasser Schatten.
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Neue Furcht umstrickt die Beter, und sie wagen nicht zu danken,
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und ein dunkles Schicksalsahnen will durch ihre Seelen schwanken,
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wie der schwergeballte Schatten durch die Ebene sich windet,
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langsam, bis er im Gewässer des Skamandros schwarz verschwindet.
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Wo des Ida graue Kuppe schimmert in den blauen Lüften,
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ringelt sich die Wolke nieder, bleich verschwimmend in den Klüften ...
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Dort, in einem Thal, sitzt
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Priamos des Trojerfürsten, – tief in Jünglingsträumen brütend.
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Über seinem Haupt im Laube eines wilden Apfelbaumes
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summt der Westwind Melodieen zu den Stimmen seines Traumes.
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Gramverdrossen lauscht der Jüngling ihren sehnsuchtschwülen Klängen,
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die mit buntverworrnen Bildern in sein heißes Herz sich drängen.
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Hör'ich die Stimmen hier in mir ringen,
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schüttelt mich Unrast in süßester Ruh.
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Sage, ach sage, was wirst du mir bringen,
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Zukunft, Göttin der Jünglinge du!
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In die Ferne, nach der Heimat, glüht sein Blick in dunklem Harme,
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und mit zitterndem Verlangen breitet er nach ihr die Arme;
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ach, vergebens! sinkt er müde seufzend in den Schatten wieder.
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Plötzlich, aus des Baumes Höhe, fällt ein Apfel vor ihm nieder.
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Auf der glatten Schale, zitternd, spielt des Mittagslichtes Flimmern,
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durch die kummermatten Lider sieht er's schillern, sieht er's schimmern,
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lange Strahlen sieht er goldig flirrend auf und nieder schießen
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um die Frucht, er will sie greifen, sieht im Glanze sie zerfließen,
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sieht aus lichten Düften weiche, schlanke Nebelsäulen blauen,
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auf sein brennend Auge fühlt er einen linden Schlummer tauen,
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wie aus weiten Räumen hört er Stimmen läuten wie von Frauen,
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staunt, wie nun die Wolkenwogen winkende Gestalten brauen;
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ihm entgegen aus den Nebeln tauchen vor ihm auf die Leiber
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eines leuchtend nackten Jünglings, drei gewandumwobner Weiber.
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Hermes, der Olymposbote, dehnt vor ihm die leichten Glieder,
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und mit seiner Göttermiene neigt er lächelnd sich hernieder:
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Und er bückt sich flink zu Boden, aus dem Gras den Apfel nimmt er;
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kaum berührt er ihn, und siehe, wie von lautrem Golde glimmt er.
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Und so reicht er ihn dem Jüngling. Furchtsam läßt ihn Der fast sinken:
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Träum'ich denn? ja nein, ich wache! sah ihn ja vorhin schon blinken,
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fühl ihn schwer in meinen Händen. Prüfend will er ihn beschauen,
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da – mit stolz gemessnem Gange tritt die Ragendste der Frauen
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vor ihn hin. Gebietend steht sie. Und des Jünglings Blicke hangen
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scheugebannt an ihrer Stirne, die von Hohheit ganz umfangen.
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Und er wagt es nicht zu sehen, wie sie würdeschwer die Hülle
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festen Griffes wirft zur Erde, sich entblößt in ihrer Fülle.
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Und er horcht, und nur ein Leuchten ihrer blanken Schultern blendet
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ast sein schüchtern Auge, nun sie laut ihm diese Worte spendet:
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Schwer versinkt des Schläfers Atem, und er fühlt sich jäh erblassen,
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während mit gewalt'gen Schauern Lust und Furcht sein Herz umfassen.
103
Aus dem Rausche der Beklemmung schwillt auf einmal ein Begehren,
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aber eh er aufspäht, hat sie schon geruht sich umzukehren.
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Langhinschleppend die Gewänder sieht er sie vondannen schreiten;
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und, aus tiefer Brust erseufzend, schaut er ins Gesicht der Zweiten.
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Mit gesenkten Lidern sinnt sie, lässig langt sie nach den Hüften,
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von des Kleides dichten Falten den geschuppten Gurt zu lüften.
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Und der Jüngling folgt verstohlen ihrer Hand. Da bohrt's wie Flammen,
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zuckt's wie Blitze ihm ins Auge, und er fährt bestürzt zusammen:
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stahlhell treffen ihn der Göttin weiterschlossne Strahlenblicke,
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wie sie nun die letzte Spange schnell sich nestelt vom Genicke.
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Und verwirrt hört er sie reden, blöde auf den Apfel starrend,
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nur der streng geschürzten Lippen flücht'ges Lächeln noch gewahrend:
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Schwerer schwillt und sinkt des Schläfers Atem, seine Pulse springen,
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während heiß in seiner Seele Ehrfurcht und Begeistrung ringen.
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Hastig will er schon den goldnen Preis der edlen Göttin bieten,
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tippt ihm Hermes auf die Achsel: Höre erst noch Aphroditen!
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und er stutzt, ein unterdrücktes Lachen meint er zu vernehmen,
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stutzt und dreht den Kopf; doch schweigend setzt der Gott sich mit bequemen
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langen Schritten, ernsthaft nickend, wieder hin auf seine Hürde.
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Unmut wölkt des Schläfers Stirne; nach Athenes keuscher Würde
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suchen seine Augen, aber – züchtig ist sie schon verschwunden ...
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Und es nahet, schwebend, leise, hold von Locken ganz umwunden,
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naht, von wehenden Geweben, naht von Jugend ganz umflossen,
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bebend nahet Aphrodite, ganz von zarter Scham umgossen,
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und die Lüfte scheinen schmeichelnd sich in ihr Gewand zu schmiegen,
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Aus den langen Wimpern schmachtet feucht ihr Auge ihm entgegen,
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zittern bittend ihre Blicke; und ein Rieseln und ein Regen
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und ein heimlich süßes Grauen sickert ihm durch Brust und Lenden;
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schauen mag er nur und schauen, wie sie nun mit bangen Händen
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von den Armen streift die Schleier, wie des Busens weiße Wellen
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auf und nieder durch die Spalten ihrer rosigen Finger quellen.
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Tiefer tauchen seine Blicke, Nacht will wogend ihn umbreiten,
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durch die dünnen Hüllen ahnt er ihres Leibs Verborgenheiten;
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schwerer immer ringt sein Atem, wilder, und die Schläfen glühen,
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kaum vernimmt er noch die Laute, die von ihren Lippen blühen:
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Ach, ich kann nur Liebe geben;
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aber jedes Glück sei dein,
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jedes, das ich weiß zu weben!
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Sage, willst du? bist du mein?
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Willst du immer selig sein?
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und in herrlich kühner Freude schwingt die Himmlische den Schleier,
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sieghaft blickend, auseinander. Glanzumspielt in göttlich freier
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Nacktheit vor dem Jüngling steht sie. Und sie lächelt. Und zu Füßen,
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mit dem Preise, der Berauschte, liegt er vor der Anmutfüßen:
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»nimm ihn! gieb mir! gieb mir Liebe! Liebe!« Da: um seine wirren
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steilen Sinne fühlt er's schwimmen, fließen, flimmern, Flügel schwirren,
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bleiche Säulen von Gerüchen, die sich schwül zu Nebeln ballen,
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und aus weiten Räumen däucht ihm hohl ein Zwiegesang zu hallen:
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Fahre hin, du Sohn der Wollust! hast dir selbst den Stab gebrochen,
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hast dir selbst das Urteil, hast es Dir und deiner Stadt gesprochen! –
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Und erschrocken will der Schläfer auf vom Boden, da erwacht er,
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sieht im Gras den Apfel liegen, und aus hellem Halse lacht er:
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Hei, solch Träumen lass'ich gelten! morgen geht's hinaus ins Weite,
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und nach Sparta zu der schönen Helena geht's auf die Freite,
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und dem alten Menelaos raub'ich sie samt ihren Schätzen,
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und am Neid der lieben Brüder will ich mich dann weiolich letzen!
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Pfeifend langt er sich den Apfel, schleudert lustig ihn gen Himmel,
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äugt ihm nach ins Blau, da – sieht er, wie mit schwärzlichem Gewimmel
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wirbelnd um des Berges Spitze sich ein Wolkenknäuel rühret;
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der sie gärend fortwälzt, bis sie drohend über Troja hanget,
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wo, der Liebesgöttin opfernd, alles Volk im Festschmuck pranget.
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Seltsam graue Schatten winden sich auf einmal durch die Gassen,
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scheu verstummt der tolle Jubel, all die Taumelnden erblassen;
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um die Türme, auf den Mauern sehn sie fahl die Sonne glänzen
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und mit breitem Saum die Wolke feurig lohend sich umkränzen.
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Blutig rote Lichter fliegen unten durch die grünen Auen,
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und die Menge sieht's mit Beben, und die Priester sehn's mit Grauen;
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sehen angstvoll harrend endlich das Gewölk von dannen rollen,
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während fernher – über Hellas – finstre Wetterschwärme grollen.