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Von den Höhen des Olympos löst sich eine lichte Wolke,
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wallet über Flur und Fluten, weilet über Trojas Volke.
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Und die Menge sieht mit Staunen, und die Priester sehn mit Beben
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an dem glanzverklärten Himmel diese Eine Wolke schweben.
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wo der Göttin uralt Bildnis raget in der Säulen Mitte,
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breiten qualverzückt die Arme, flehn mit brünstiger Geberde:
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Und von dannen zieht die Wolke; unten durch die grünen Matten
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auf dem Ilischen Gefilde kriecht ein seltsam blasser Schatten.
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Neue Furcht umstrickt die Beter, und sie wagen nicht zu danken;
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und ein dunkles Schicksalsahnen will durch ihre Seelen schwanken,
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wie der dichtgeballte Schatten durch die Ebene sich windet, –
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bis im Wasser des Skamandros ihren Blicken er entschwindet.
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Wo des Ida graue Kuppe schimmert in den blauen Lüften,
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senket sich die Wolke nieder, bleich verschwimmend in den Klüften ...
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Dort in einem Thal sitzt
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Priamos des Troërfürsten, – tief in Jünglingsträumen brütend.
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Über seinem Haupt im Laube eines wilden Apfelbaumes
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summt der laue West die
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Gramverdrossen lauscht der Jüngling ihren sehnsuchtschwülen Klängen,
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die mit buntverworrnen Bildern ihm das heiße Herz bedrängen.
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In die Ferne, nach der Heimat schweift sein Blick in dunklem Harme,
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und vor mächtigem Verlangen reckt er weithinaus die Arme:
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Ach vergebens –! und mit müdem Seufzer sinkt zurück er wieder.
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Plötzlich aus des Baumes Höhe fällt ein
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Zitternd auf der glatten Schale spielt des Mittagslichtes Flimmern,
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durch die kummermatten Lider sieht er's schillern, sieht er's schimmern;
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goldig flirrend lange Strahlen auf und nieder vor ihm schießen;
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träge will die Frucht er greifen, sieht im Glanze sie zerfließen;
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weiche Dünste ihn umhüllen, lichte Nebel ihn umwallen;
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auf sein brennend Auge fühlt er einen linden Schlummer fallen, –
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wie aus weiten Räumen hört er wunderreine Stimmen hallen, –
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schaut, wie aus den Wolkenwogen sich verklärt Gestalten ballen;
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ihm entgegen aus dem Nebel tauchen vor ihm auf die Leiber
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eines leuchtend nackten Jünglings, drei gewandumwobner Weiber.
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Hermes, der Olymposbote, dehnt vor ihm die schlanken Glieder,
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und mit seiner Göttermiene neigt er lächelnd sich hernieder:
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All dein Trachten, schöner Schläfer,
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aller Jugend Trachten ist es,
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ist der ew'ge Traum der Menschheit:
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mühelos erfüllt zu sehn!
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Sieh! mit ihren Gaben naht dir
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jede Göttin des Olympos.
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Wähle! Du, der Troër Schönster,
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diesen Apfel gieb der Huldin,
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welche dir die Schönste däucht!
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Und er bückt sich rasch zu Boden, aus dem Gras den Apfel nimmt er;
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kaum daß leicht er ihn gerühret, wie von lautrem Golde glimmt er.
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Und er reicht ihn hin dem Jüngling, staunend läßt ihn Der fast sinken:
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Träum' ich denn? ja nein, ich wache! sah ihn ja vorhin schon blinken,
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fühle schwer ihn ja in Händen! – Prüfend will er um sich schauen,
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da – mit stolz gemeßnem Gange tritt die Ragendste der Frauen
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vor ihn hin. Gebietend steht sie. Und des Jünglings Blicke hangen
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scheugebannt an ihrer Stirne, die von Hoheit ganz umfangen.
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Und er wagt es nicht zu
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festen Griffes wirft zur Erde, ihm entblößt der Glieder Fülle.
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Nur ein Leuchten ihrer Schultern fast sein schüchtern Auge blendet,
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dann bloß horcht er, wie sie zu ihm sich erhobnen Hauptes wendet:
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Schwer des Schläfers Atem woget, jäh die Wangen ihm erblassen,
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während mit gewalt'gen Schauern Lust und Furcht sein Herz umfassen.
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Nach der Herrlichen auf einmal sein beklommner Mut
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Langhinschleppend die Gewänder sieht er sie vondannen schreiten;
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und aus tiefer Brust erseufzend schaut ins Antlitz er der
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Mit gesenkten Lidern sinnt sie, lässig langt sie nach den Hüften,
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von des Kleides dichten Falten den geschuppten Gurt zu lüften.
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Und der Jüngling folgt verstohlen ihrer Hand. Da bohrt's wie Flammen,
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zuckt's wie Blitze ihm ins Auge, und er fährt bestürzt zusammen:
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stahlhell treffen ihn der Göttin weiterschlossne Strahlenblicke,
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wie sie nun die letzte Spange schnell sich nestelt vom Genicke.
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Und verwirrt hört er sie reden, blöde auf den Apfel starrt er,
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nur der streng geschürzten Lippen flücht'ges Lächeln noch gewahrt er.
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Höchste Weisheit in dem Rat der Männer,
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auf dem Feld der Ehre höchster Ruhm
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sollen deinen Scheitel krönen,
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kürest du als Schönste Mich!
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Schwerer wogt des Schläfers Atem, schwellend seine Pulse springen,
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während heiß ihm in der Seele Ehrfurcht und Begeistrung ringen.
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Hastig will der edlen Göttin
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da – rührt Hermes ihm die Achsel: »Höre erst noch Aphroditen!«
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und ein schalkig boshaft Lachen meint der Jüngling zu vernehmen.
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Doch als stutzend er sich umdreht, setzt der Gott sich mit bequemen
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langen Schritten, ernsthaft nickend, wieder hin auf seine Hürde.
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Unmut wölkt des Schläfers Stirne; und Athenes keusche Würde
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Und es nahet, schwebend, leise, milden Scheines ganz umwunden,
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naht – von wehenden Geweben wie von Wolken sanft umflossen,
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bebend nahet Aphrodite, steht von holder Scham umgossen;
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und die Lüfte scheinen schmeichelnd sich in ihr Gewand zu schmiegen,
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Aus den langen Wimpern schmachtet feucht ihr Auge ihm entgegen,
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schmelzen zärtlich ihre Blicke; und es schleicht ein heimlich Regen
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und es rinnt ein süßes Grauen nieder ihm durch Brust und Lenden;
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schauen mag er nur und schauen, wie sie nun mit zagen Händen
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von den Armen streift die Schleier, wie des Busens weiße Wellen
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fallend wallend durch die Spalten ihrer ros'gen Finger quellen.
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Tiefer tauchen seine Blicke, wilde Schauer ihn umbreiten,
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durch die zarten Hüllen ahnt er ihres Leibs Verborgenheiten;
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schwerer immer wogt sein Atem, heißer seine Schläfen glühen,
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und in herrlich kühner Freude schwingt die Himmlische den Schleier,
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sieghaft blickend, auseinander; glanzumspielt in göttlich freier
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Nacktheit vor dem Jüngling steht sie;
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mit dem Preise, der Berauschte, liegt er vor der Anmutsüßen:
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matten Sinne fühlt er's schwimmen, sieht er's flimmern, hört er's schwirren;
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schwüle Dünste ihn umflechten, dichte Nebel aufwärts wallen;
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wie aus weiten Räumen däucht ihm dumpf ein Zwiegesang zu hallen:
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hast dir selbst das Urteil eben, hast es
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Und erschreckt vom Boden will er
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»hei, solch Träumen lass' ich gelten! Morgen geht's hinaus ins Weite!
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und dem alten Menelaos raub' ich sie samt ihren Schätzen,
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und am Neid der lieben Brüder will ich mich dann weidlich
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Pfeifend langt er sich den Apfel, schleudert lustig ihn gen Himmel,
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lugt ihm nach ins Blau, da – sieht er, wie mit schwärzlichem Gewimmel
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wirbelnd um des Berges Spitze sich ein Wolkenknäuel rühret;
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Gärend wälzt sie fort sich, bis sie drohend über Troja hanget,
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wo – der Liebesgöttin huld'gend – alles Volk im Festschmuck pranget.
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Seltsam graue Schatten winden sich auf einmal durch die Gassen,
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bang verstummt der tolle Jubel, scheu die Taumelnden erblassen.
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Um die Türme, auf den Mauern sehn sie fahl die Sonne glänzen
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und mit breitem Saum die Wolke feurig lohend sich umkränzen;
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blutigrote Lichter fliegen unten durch die grünen Auen;
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und die Menge sieht's mit Beben, und die Priester seh'ns mit Grauen, –
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sehen angstvoll harrend endlich das Gewölk von dannen rollen,
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während fernher – über Hellas – finstre Wetterschwärme grollen.