Die grüne Stube

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Max Dauthendey: Die grüne Stube (1892)

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Gern ich ein Julifeld mir küre
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Als grüne Stube ohne Türe.
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Bin Hausherr dort, bin nicht allein,
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Es ziehen tausend Mieter ein:
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Die Hummel, die wie's Feuer summt,
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Die Grille, die niemals verstummt,
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Die Krähe, die nach Regen schreit,
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Der Himmel und die Ewigkeit.
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Ich sitz' im grünen Staatsgemach
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Und denk' der kleinsten Ameis' nach,
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Und meine Möbel und Gardinen
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Sie haben stündlich neue Mienen.
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Heut sind sie grau und morgen heiter,
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Das Muster webt von selber weiter.
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Ich kann dort ganze Stunden liegen,
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Den Kopf auf meinen Schultern wiegen,
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Und kommt der Abend still heran,
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Hab ich unendlich viel getan;
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Sah ich nur in der Hecke drin
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Dengelnd 'ne kleine Schnitterin.
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Und wird sie dabei etwas rot,
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Dank' ich für meine Mieter Gott,
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Bin mit der grünen Stub' zufrieden,
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Und denk': man wohnt doch gut hienieden!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Max Dauthendey
(18671918)

* 25.07.1867 in Würzburg, † 29.08.1918 in Malang auf Java

männlich, geb. Dauthendey

deutscher Dichter und Maler

(Aus: Wikidata.org)

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