Die Sonne neigt sich abe

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Bruno Wille: Die Sonne neigt sich abe Titel entspricht 1. Vers(1894)

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Die Sonne neigt sich abe
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Zum blauen Hügelgrabe.
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So leb denn wohl, du rotes Liebesfeuer!
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Ich stehe ganz allein
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Auf ödem Berggestein.
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Wohl heime möcht ich gahn
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Und weiß doch nicht, wo Herberg han ...
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Schon dräun die Wolken schwarz wie Ungeheuer.

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Da mahnt die Sonn im Sinken:
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Sieh dort die Zinnen winken!
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Den irren Wandrer laden sie, zu hausen.
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Des Burgherrn Trostlicht wacht
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Getreu die ganze Nacht.
14
Entzünde dran dein Herze
15
Als eine fromme Klausenkerze!
16
Ums Fenstergitter laß Unholde sausen!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Bruno Wille
(18601928)

* 06.02.1860 in Madgeburg, † 31.08.1928 in Schloss Senftenau in Aeschach

männlich, geb. Wille

deutscher Prediger, Journalist und belletristischer sowie populärphilosophischer Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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