Nun hat die Sonne glühend schwül

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Bruno Wille: Nun hat die Sonne glühend schwül Titel entspricht 1. Vers(1894)

1
Nun hat die Sonne glühend schwül
2
Des Himmels steilste Höh erklommen.
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Johanniskraft, ein grau Gewühl
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Von Wetterdunst, kommt hergeschwommen.
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Schon dunkel grünt der Strauch und satt;
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Vergilbt die Rasenspitzen hangen.
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Noch einmal ruft der Kuckuck matt,
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Dann ist ihm alle Lust vergangen ...
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O weh, der junge Frühling ist gestorben.

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Blaugrüne Motten ruhn erschöpft
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Vom Liebesrausch auf Skabiosen;
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Der Löwenzahn hat sich beköpft
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Mit silbergrauen Flockenrosen;
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Die Kiefern stäuben schweren Duft;
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Im Espenwipfel zirpt die Meise;
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Darüber zieht durch trübe Luft
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Ein Habicht drohend seine Kreise ...
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Ein unsichtbarer Schnitter wetzt die Sense.

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Und horch, nun zischt und zischt der Schnitt
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Und rafft die Halme, rafft die schmucken/
21
Und trifft und trifft mein Herze mit;
22
Bei jedem Takte muß es zucken.
23
Auch meine Wende kam! Ade,
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Lichtgrüne Zeit, da ich gestiegen!
25
Nun geht's bergab! Es tut gar weh,
26
Wenn welk der Jugend Schwaden liegen ...
27
Und doch/ im Heuduft träumt es sich so süß!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Bruno Wille
(18601928)

* 06.02.1860 in Madgeburg, † 31.08.1928 in Schloss Senftenau in Aeschach

männlich, geb. Wille

deutscher Prediger, Journalist und belletristischer sowie populärphilosophischer Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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