Im frostigen Herbstgebrause

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Bruno Wille: Im frostigen Herbstgebrause Titel entspricht 1. Vers(1894)

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Im frostigen Herbstgebrause,
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Von Nebelregen umgraut,
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Düster träumte die Föhre/
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Wie eine verlassene Braut.

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Auf einmal spaltet die Sonne
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Blaugraue Wolkenfetzen,
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Mit goldiger Abendflamme
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Das Föhrenhaupt zu netzen.

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Da rinnt durch starre Adern
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Ein Hauch von Jugendglut;
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Zum Antlitz wallt es zärtlich,
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Stürmisch schmachtendes Blut.

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Der Stamm und alle Zweige
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Erglühen purpurrot,
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Als weihe träumend sich die Braut
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Dem Liebesflammentod.

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Nun lischt der hehre Feuerball,
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In Wolkenklüfte versunken ...
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Die Föhre starrt dem Liebsten nach
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Verzückt und flammentrunken.

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Es war nur ein flüchtig Umfangen,
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Ein Flackern; doch war's einmal
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Und lohnt die Seufzer alle
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In grauer Lebensqual.

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So komm denn, Nacht und Öde,
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Umhülle den Föhrenbaum/
27
Er trägt an seligem Herzen
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Gestillter Liebe Traum.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Bruno Wille
(18601928)

* 06.02.1860 in Madgeburg, † 31.08.1928 in Schloss Senftenau in Aeschach

männlich, geb. Wille

deutscher Prediger, Journalist und belletristischer sowie populärphilosophischer Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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