Hier bei der Eichengruppe war's

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Bruno Wille: Hier bei der Eichengruppe war's Titel entspricht 1. Vers(1894)

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Hier bei der Eichengruppe war's.
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Der greisen Bäume knorrige Reckenglieder
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Umsproß das bronzegelbe Frühlingslaub
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Wie Kinderlocken zart.
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Die schwarze Drossel schlüpfte durch die Äste,
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Dem Liebchen flötend und ihr Nestlein planend.
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Ein holdes Wunder, sprang aus violettem
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Schlehdorn der mandelduftige Blütenschnee,
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Und weich wie Mädchenkosen schmiegte sich
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Der Rasen, mit Ranunkelgold verbrämt,
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Um Torfmoor, dürres Schilf und Sumpfgelände.
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Dort, wo noch jüngst der Öde Schauer hausten,
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Erscholl der Fröschlein breites Lenzbehagen.
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Und sieh, gespreizten Fittichs, nahte lüstern
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Der erste Storch.
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Vom Horizonte hob sich ein Gebirg
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Aus Wetterdunst, im veilchendunkeln Schoß
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Ein Tropfenmeer bereitend.
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Und wie ein Jauchzen brach die Abendsonne
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Hervor, purpuren das Gewölk benetzend,
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Und schaute einmal noch mit Feuerblick
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Tief ihren Frühling an ...

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Da war's, da rührte mich der selige Tod:
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Aus diesen Adern blutete die Seele,
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Und rann erschauernd
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Durch Eiche, Wolke, Wiese, Sumpf und Sonne.
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Aus diesen Adern blutete die Seele,
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Blutbrüderschaft zu schließen mit dem All ...
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Und alles war nun mein/ und ich war sein/
30
Heimlich gehegt, ein süßer Herzensschatz.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Bruno Wille
(18601928)

* 06.02.1860 in Madgeburg, † 31.08.1928 in Schloss Senftenau in Aeschach

männlich, geb. Wille

deutscher Prediger, Journalist und belletristischer sowie populärphilosophischer Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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