Tief im Zypressenhaine

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Bruno Wille: Tief im Zypressenhaine Titel entspricht 1. Vers(1894)

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Tief im Zypressenhaine
2
Fand ich ein Totenhaus.
3
Auf eingesunknem Steine
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Lag dürr ein Rosenstrauß.

5
Es raunten scheu die Zweige:
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»hier schlummert eine Maid.
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Sie starb an Liebe. Neige
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Dich vor dem heilgen Leid!«

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Da weint ich vor Erbarmen:
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Gibt es kein Avalun,
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Wo in geliebten Armen
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Auf Rosen Bräute ruhn?

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O Herz, das im Geloder
14
Der Liebe fromm verglüht/
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Dein Avalun ist Moder,
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Wo keine Rose blüht.

17
Ihr Tränen, seid dem Staube
18
Der wüsten Gruft ein Born/
19
Vielleicht daß eine Laube
20
Sich wölbt von Rosendorn ...

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Bruno Wille
(18601928)

* 06.02.1860 in Madgeburg, † 31.08.1928 in Schloss Senftenau in Aeschach

männlich, geb. Wille

deutscher Prediger, Journalist und belletristischer sowie populärphilosophischer Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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