Wenn die unsichtbare Hand

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Bruno Wille: Wenn die unsichtbare Hand Titel entspricht 1. Vers(1894)

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Wenn die unsichtbare Hand
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Dich aus meinen Armen wand,
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Fragt dein Grübeln wohl beklommen,
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Wie ins Öde du gekommen ...
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Weißt du, Liebster? Weißt du wohl?

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Wenn ums Schloß der Nachtwind rauscht,
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Seufzend deine Sehnsucht lauscht/
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Horch, ein Riegel geht verstohlen,
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Und es schleicht auf scheuen Sohlen ...
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Weißt du, Liebster? Weißt du wohl?

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Wenn die Traufe wimmernd tropft,
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Und das Herz zum Springen klopft,
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Wenn vom Schluchzen hingerissen
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Sich dein Antlitz birgt im Kissen/
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Weißt du, Liebster? Weißt du wohl?

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Wenn im Regensturm der See
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Wogend raunt, wie alles Weh
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Wiegeselig dir entschliefe
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In der todeskühlen Tiefe ...
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Weißt du, Liebster? Weißt du wohl?

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Wenn dann blüht aus Wolkendunkel
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Trostgesang und Sterngefunkel/
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Weißt du, was so zärtlich zittert
24
Und wie Odem dich umwittert?
25
Weißt du, Liebster? Weißt du wohl?

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Bruno Wille
(18601928)

* 06.02.1860 in Madgeburg, † 31.08.1928 in Schloss Senftenau in Aeschach

männlich, geb. Wille

deutscher Prediger, Journalist und belletristischer sowie populärphilosophischer Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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