Und wie ich mich erhub vom Heu

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Bruno Wille: Und wie ich mich erhub vom Heu Titel entspricht 1. Vers(1894)

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Und wie ich mich erhub vom Heu,
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Und wie mein Blick ging staunend um,
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Da schlug aufs Herze mir die Reu:
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O weh, du hast verschlafen
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Den ganzen Sonntag schier/ wie dumm!

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Und wie mein Blick ging staunend um,
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Stund dort mein Schatz und sah zurück/
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An eines Fremden Arm, wie dumm/
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Mein Seelenschatz vom Himmel/
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Sein dürstend Auge leer von Glück!

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Verdürstend sah mein Schatz zurück:
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»was schliefest, Närrchen, auch so lang!
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Verträumt ist unser Liebesglück,
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Im Sinken schon die Sonne ...
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Ade! Mir ist wie dir so bang.«/

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Was schliefest, Närrchen, auch so lang!
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Und was nun weiter? Bleib im Traum!
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Beliebt vielleicht ein Schlendergang,
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Recht einsam, ohne Hoffen?
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Vielleicht zu Totenackers Saum?

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Ja, was nun weiter? Bleib im Traum!
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Die Welt geht ihren starren Gang,
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Und Zährenfluten lindern kaum,
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Wo mädchenschwach ein Schätzchen
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Mit seinem harten Schicksal rang.

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Die Welt geht ihren starren Gang.
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Wohin? Mein armer Kopf ist irr.
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Mag sein, mir wäre minder bang,
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So ich noch könnte beten.
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Ich hab's verlernt, vom Heuduft wirr.

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Wohin? Mein armer Kopf ist irr.
32
Denk' wohl, ich bette mich aufs neu
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Zum süßen Duft ins Halmgewirr,
34
Und von verblichnen Blumen
35
Träum ich zu Tode mich im Heu.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Bruno Wille
(18601928)

* 06.02.1860 in Madgeburg, † 31.08.1928 in Schloss Senftenau in Aeschach

männlich, geb. Wille

deutscher Prediger, Journalist und belletristischer sowie populärphilosophischer Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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