V . Die Gewitternacht

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Nikolaus Lenau: V . Die Gewitternacht (1832)

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Mit dem Grafen Konopacki,
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Seinem Freunde, treubewähret,
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Spricht Johannes angelegen,
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Als der Abend wiederkehret.

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Eben hat der Graf des Trostes
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Mildberedtes Wort geendet,
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Und des Prinzen düstre Seele
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Froher Hoffnung zugewendet;

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Leise lächelt dem die Freude
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Auf den kummerbleichen Wangen,
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Und er hält die Hand des Freundes
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Mit des Dankes Druck umfangen. —

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Draussen sind die Waffenknechte
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Rundgelagert in der Halle,
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Und es dröhnt der Marmorboden
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Vom Pokal und Würfelfalle.

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Weiche Provencalenlieder
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Tönen aus den rauhen Kehlen,
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Und sie schweben durch die Runde
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Schwankend, wie verirrte Seelen.

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Doch den Einen von den Wachen
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Seine Kameraden schelten,
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Denn er schweigt bei ihrem Jubel,
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Hebt auch seinen Becher selten.

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Klärchens Vetter Heinrich ist es,
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Den des Mädchens Flehn bewogen,
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Daß der Krieger auf des Kerkers
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Prevotalwacht ist gezogen. —

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Schweigend blicken nun die Freunde
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Durch des Kerkers Fenstergitter,
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Nächtlich kommt heraufgezogen
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Dort vom Westen ein Gewitter.

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Und die freien Wetterwolken
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Ziehen rasch vorbei und schneiden
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Finstre, höhnische Gesichter
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In den Kerker auf die beiden.

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Brausend fliegt des Todes Jagdhund
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Sturm bergan in wilder Eile,
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Seinen Herrn zu suchen, irrt er
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Durch die Felsen mit Geheule.

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Immer wird der Himmel dunkler‚
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Und schon ist die Nacht vollkommen‚
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Wie von einer finstern Ahnung
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Wird der Freunde Herz beklommen.

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Donnernd hallt des Todes Waidruf
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Ringsum in Gebirg und Thalen,
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Plötzlich zündet er die Nacht an
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Mit den hingeschossnen Strahlen.

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Immer lauter schreit der Donner
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Durch die grausen Finsternisse,
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Aus gebrochnen Wolken stürzen
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Rauschend sich die Regengüsse.

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Hart am Kerker Blitze zucken
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Sehn die beiden mit Entsetzen,
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An den Felsen scheint der Tod hier
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Seinen Flammenpfeil zu wetzen. —

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Doch wer sind die zwei Gestalten,
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Die, umraset von den Wettern,
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Es in solcher Stunde wagen,
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Zum Gefängniß aufzuklettern?

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Richelieu's geheimes, sichres
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Werkzeug in verruchten Thaten:
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Chantereine, der Hauptmann ist es
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Von des Schlosses Wachsoldaten.

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Dieser weiß zu des Gebieters
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Schlau verderblichem Befehle
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Immer noch ein Gift zu fügen
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Aus der eignen bösen Seele.

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Und mit ihm der Knechte kühnster,
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Dem er alles mag vertrauen,
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Der ihm durch die Nacht der Sünde
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Folgt wie durch Gewittergrauen. —

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Rastend halten sie nun inne
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Auf bequemer Felsenfläche,
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Daß des Gräuels nahen Ausgang
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Noch das finstre Paar bespreche.

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Wildfrohlockend ruft der Hauptmann:
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„heute muß das Werk vollbracht seyn,
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„und zur Freude des Ministers
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„dies des Polen lezte Nacht seyn!

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„reich an Hasse ist der Priester,
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„dessen mag manch Grab ihn loben;
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„doch des Hasses herbste Fülle
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„kocht sein Herz für den da oben.

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„denn der hat sich kühn vermessen,
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„einst in hoher Fürsten Kreise
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„dem Gefürchteten zu nahen
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„auf verächtlich kalte Weise.

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„und er wäre längst verblichen;
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„doch der König selbst, der schwache,
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„hat Gewalt verboten, fürchtend
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„oesterreichs und Polens Rache.

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„heute will mit eigner Faust ich
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„nach der rechten Stunde haschen,
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„und mit dem, was wir vollbringen,
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„selbst den Teufel überraschen.

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„doch daß unsrer That Geheimniß
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„kein Verrätherohr belausche,
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„liegt der Wache ganze Rotte
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„eingezecht im tiefsten Rausche.

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„hurtig schleudern in den Kerker
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„wir die lohen Schwefelbrände,
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„daß der Fürst im schweren Qualme
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„sein erlauchtes Leben ende!

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„und sein guter, treuer Landsmann,
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„der da schläft an seiner Seiten,
107
„wird den Freund wohl mit Vergnügen
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„in die andre Welt begleiten!

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„lustig vorwärts, Kamerade!
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„vorwärts, Bruder, ohne Zagen!
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„morgen heißt es: in den Kerker
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„hat der Donner eingeschlagen.

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„ja dem Himmel aufgebürdet
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„sey die Mordthat unsrer Hände,
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„und der wüthet heut' so närrisch,
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„daß er's selber glaubt am Ende!“

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Hastig schreiten sie nun aufwärts,
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Kommen zu den Kerkerthoren;
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Doch es ging von dem Gespräche
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Nicht ein Wörtchen auch verloren.

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Denn des Prinzen treuer Page,
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Dem ein Unheil mochte ahnen,
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Folgte ihnen Schritt für Schritte
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Nach auf ihren dunklen Bahnen.

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Sachte sind sie nun getreten
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In das Haus, die Schwefelbrände
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Aus dem Dunkel still zu holen,
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Und entzünden sie behende.

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Klärchen weckt den Vetter schleunig,
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Der in leichtem Schlummer nicket,
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Hält die Hand ihm, daß er schweige,
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Zitternd auf den Mund gedrücket.

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Chantereine ist schnell und leise
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Schon zum Fenster angeklommen,
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Hat nun aus der Hand des Knechtes
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Schon den Brand hinaufgenommen:

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Plötzlich mit dem Feuerrohre
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Bricht der Page vor, entschlossen,
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In den bodenlosen Abgrund
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Stürzt der Bösewicht, erschossen.

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Wüthend mit gezücktem Dolche
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Faßt den Pagen nun der Scherge;
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Doch, von Heinrichs Schwert getroffen,
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Taumelt er hinab vom Berge.

(Lenau, Nikolaus: Gedichte. Stuttgart, 1832.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Nikolaus Lenau
(18021850)

* 13.08.1802 in Lenauheim, † 22.08.1850 in Oberdöbling

männlich, geb. Lenau

österreichischer Schriftsteller (1802-1850)

(Aus: Wikidata.org)

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