Käuzlein

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Theodor Storm: Käuzlein (1852)

1
Da sitzt der Kauz im Ulmenbaum,
2
Und heult und heult im Ulmenbaum.
3
Die Welt hat für uns beide Raum!
4
Was heult der Kauz im Ulmenbaum
5
Von Sterben und von Sterben?

6
Und über'n Weg die Nachtigall,
7
Genüber pfeift die Nachtigall.
8
O weh, die Lieb' ist gangen all!
9
Was pfeift so süß die Nachtigall
10
Von Liebe und von Liebe?

11
Zur Rechten hell ein Liebeslied,
12
Zur Linken grell ein Sterbelied!
13
Ach, bleibt denn nichts, wenn Liebe schied,
14
Denn nichts, als nur ein Sterbelied
15
Kaum wegbreit noch hinüber?

(Storm, Theodor: Gedichte. Kiel, 1852.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

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Theodor Storm
(18171888)

* 14.09.1817 in Husum, † 04.07.1888 in Hanerau-Hademarschen

männlich, geb. Storm

natürliche Todesursache | Magenkarzinom

deutscher Schriftsteller und Jurist

(Aus: Wikidata.org)

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