Die Herrgottskinder

Bitte prüfe den Text zunächst selbst auf Auffälligkeiten und nutze erst dann die Funktionen!

Wähle rechts unter „Einstellungen“ aus, welcher Aspekt untersucht werden soll. Unter dem Text findest du eine Erklärung zu dem ausgewählten Aspekt. Nicht jede Anmerkung ist für die Analyse gehaltvoll.

Theodor Storm: Die Herrgottskinder (1852)

1
Ihr dürft indeß der Ruhe pflegen;
2
Er giebt der Arbeit das Gedeihn
3
Und träuft herab den Himmelssegen.
4
Und wenn dann in Blüthe die Saaten stehn,
5
So läßt er die Lüftlein darüber gehn,
6
Auf daß sich die Halme zusammenbeugen
7
Und frisch aus der Blüthe das Korn erzeugen;
8
Und hält am Himmel hoch die Sonne,
9
Daß Alles reife in ihrer Wonne.
10
Da stünd' es den Bauern wohl prächtig an,
11
Das Alles in ihre Scheuern zu laden!
12
Gott Vater hat auch seinen Theil daran;
13
Den will er vergaben nach seiner Gnaden.
14
Da ruft er die jüngsten Kinder sein;
15
Die nährt er selbst aus seiner Hand,
16
Die Rehlein, die Häslein, die Würmlein klein
17
Und alles Gethier in Luft und Land;
18
Das flattert herbei und kreucht und springt,
19
Ist fröhlich all zu Gottes Ehr'
20
Und all genügsam, was er bringt.
21
Deß freut sich der Herrgott mächtig sehr,
22
Er breitet weit die Arme aus
23
Und spricht in Liebe überaus:
24
All, was da lebet, soll sich freun,
25
Seid Alle von den Kindern mein;
26
Und will euch drum doch nicht vergessen,
27
Daß ihr nichts könnt als springen und fressen.
28
Hat jedes seinen eignen Ton!
29
Ihr sollt euch tummeln frisch im Grünen;
30
Doch mündig ist der Mensch, mein Sohn;
31
Drum mag er selbst sein Brod verdienen!

(Storm, Theodor: Gedichte. Kiel, 1852.Aus: Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Textgrid, CC BY-SA 3.0.)

Dieser Text könnte aus folgender Literaturepoche stammen:

Einstellungen

    Text teilen & herunterladen

    PDF-Export

    Arbeitsblatt zur Interpretation herunterladen

  • Äußere Form

  • Sprachlich-inhaltliche Analyse

  • Voller Zugriff auf Textopus

    • Interaktive Analyse von über 65.000 Gedichten und über 700 Dramen

    • Zugriff auf mehr als 400 Rezitationen und hilfreiche Epochenübersichten

    • Mit Aufdeckfunktion zum Selbstlernen von Stilmitteln, Kadenzen, Metrum u. v. m.

    Textopus App

    Textopus-App

    € 4,99/Jahr
    In-App-Kauf
    Apple App StoreGoogle Play Store
    Klett Digitale Unterrichtsassistenten

    Für Lehrkräfte

    Kostenlos in ausgewählten Digitalen Unterrichtsassistenten der Deutsch-Lehrwerke des Ernst Klett Verlags
    Deutsch kompetent

Theodor Storm
(18171888)

* 14.09.1817 in Husum, † 04.07.1888 in Hanerau-Hademarschen

männlich, geb. Storm

natürliche Todesursache | Magenkarzinom

deutscher Schriftsteller und Jurist

(Aus: Wikidata.org)

Textopus kann Fehler machen. Überprüfe die Informationen. Teils KI-gestützt. Siehe Hinweise zur möglichen Fehleranfälligkeit.