Was schläfst du, Bergsohn, liegest in Unmut, schief

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Friedrich Hölderlin: Was schläfst du, Bergsohn, liegest in Unmut, schief Titel entspricht 1. Vers(1802)

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Was schläfst du, Bergsohn, liegest in Unmut, schief,
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Und frierst am kahlen Ufer, Gedultiger!
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Denkst nicht der Gnade du, wenns an den
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Tischen die Himmlischen sonst gedürstet?

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Kennst drunten du vom Vater die Boten nicht,
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Nicht in der Kluft der Lüfte geschärfter Spiel?
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Trifft nicht das Wort dich, das voll alten
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Geists ein gewanderter Mann dir sendet?

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Schon tönets aber ihm in der Brust. Tief quillts,
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Wie damals, als hoch oben im Fels er schlief,
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Ihm auf. Im Zorne reinigt aber
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Sich der Gefesselte nun, nun eilt er,

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Der Linkische; der spottet der Schlacken nun,
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Und nimmt und bricht und wirft die Zerbrochenen
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Zorntrunken, spielend, dort und da zum
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Schauenden Ufer und bei des Fremdlings

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Besondrer Stimme stehen die Herden auf,
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Es regen sich die Wälder, es hört tief Land
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Den Stromgeist fern, und schaudernd regt im
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Nabel der Erde der Geist sich wieder.

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Der Frühling kömmt. Und jedes, in seiner Art,
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Blüht. Der ist aber ferne; nicht mehr dabei.
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Irr ging er nun; denn allzugut sind
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Genien; himmlisch Gespräch ist sein nun.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Hölderlin
(17701843)

* 20.03.1770 in Lauffen am Neckar, † 07.06.1843 in Tübingen

männlich, geb. Q114498136

deutscher Lyriker (1770-1843)

(Aus: Wikidata.org)

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