Ihr edeln Brüder droben, unsterbliches

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Friedrich Hölderlin: Ihr edeln Brüder droben, unsterbliches Titel entspricht 1. Vers(1802)

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Ihr edeln Brüder droben, unsterbliches
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Gestirn, euch frag ich, Helden, woher es ist,
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Daß ich so untertan ihm bin und
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So der Gewaltige sein mich nennet.

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Denn wenig, aber
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Da niemand mag, soll tauschen, ein gutes Glück,
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Ein lichtes, reines, zum Gedächtnis
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Lebender Tage zurückgeblieben.

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So aber er gebietet, dies
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Wohin ers wollte, wagt ich mein Saitenspiel,
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Samt dem Gesange folgt ich, selbst ins
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Dunkel der Tapferen, ihm hinunter.

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»mit Wolken«, säng ich, »tränkt das Gewitter dich,
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Du spöttischer Boden, aber mit Blut der Mensch,
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So schweigt, so heiligt, der sein Gleiches
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Droben und drunten umsonst erfragte.«

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Hölderlin
(17701843)

* 20.03.1770 in Lauffen am Neckar, † 07.06.1843 in Tübingen

männlich, geb. Q114498136

deutscher Lyriker (1770-1843)

(Aus: Wikidata.org)

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