Die Völker schwiegen

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Friedrich Hölderlin: Die Völker schwiegen (1797)

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Die Völker schwiegen, schlummerten, da sahe
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Das Schicksal, daß sie nicht entschliefen, und es kam
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Der unerbittliche, der furchtbare
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Sohn der Natur, der alte Geist der Unruh.
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Der regte sich, wie Feuer, das im Herzen
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Der Erde gärt, das wie den reifen Obstbaum
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Die alten Städte schüttelt, das die Berge
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Zerreißt, und die Eichen hinabschlingt und die Felsen.

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Und Heere tobten, wie die kochende See.
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Und wie ein Meergott, herrscht' und waltete
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Manch großer Geist im kochenden Getümmel.
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Manch feurig Blut zerrann im Todesfeld
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Und jeder Wunsch und jede Menschenkraft
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Vertobt auf
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Wo von dem blauen Rheine bis zur Tyber
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Die unaufhaltsame, die jahrelange Schlacht
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In wilder Ordnung sich umherbewegte.
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Es spielt' ein kühnes Spiel in dieser Zeit
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Mit allen Sterblichen das mächtge Schicksal.

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. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
21
Und blinken goldne Früchte wieder dir,
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Wie heitre holde Sterne, durch die kühle Nacht
23
Der Pomeranzenwälder in Italien.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Hölderlin
(17701843)

* 20.03.1770 in Lauffen am Neckar, † 07.06.1843 in Tübingen

männlich, geb. Q114498136

deutscher Lyriker (1770-1843)

(Aus: Wikidata.org)

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