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Dorthin wende den Blick, und weine die Träne der Sehnsucht!
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Ach! dort wandelten wir! dort flog und schwelgte das Auge
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Unter den Herrlichkeiten umher! – wie dehnte der Busen,
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Diesen Himmel zu fassen, sich aus! – wie brannte die Wange
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Süß von Morgenlüften gekühlt, als unter Gesängen
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Lieber! wie drücktest du mir die heiße, zitternde Rechte,
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Sahst so glühend und ernst mich an im donnernden Rheinsturz!
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Aber selig, wie du, o Tag am Quelle der Freiheit!
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Festlich, wie du, sank keiner auf uns vom rosigen Himmel.
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Ernste Glocke verhallt. Schon schwanden die friedlichen Hütten
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Rund an Blumenhügeln umher, am rollenden Gießbach,
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Unter Fichten im Tal, wo dem Ahn in heiliger Urzeit
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Füglich deuchte der Grund zum Erbe genügsamer Enkel.
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Schaurig und kühl empfing uns die Nacht in ewigen Wäldern,
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Und wir klommen hinauf am furchtbarherrlichen
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Nächtlicher immer wards und enger im Riesengebürge.
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Jäher herunter hing der Pfad zu den einsamen Wallern.
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Dicht zur Rechten donnert hinab der zürnende Waldstrom:
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Nur sein Donner berauscht den Sinn. Die schäumenden Wogen
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Birgt uns Felsengesträuch, und modernde Tannen am Abhang,
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Vom Orkane gestürzt. – Nun tagte die Nacht am Gebirge
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Schaurig und wundersam, wie Heldengeister am Lego,
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Wälzten sich kämpfende Wolken heran auf schneeiger Heide.
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Sturm und Frost entschwebte der Kluft. Vom Sturme getragen
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Schrie und stürzte der Aar, die Beut im Tale zu haschen.
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Und der Wolken Hülle zerriß, und im ehernen Panzer
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Kam die Riesin heran, die majestätische Myten.
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Staunend wandelten wir vorüber. – Ihr Väter der Freien!
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Heilige Schar! nun schaun wir hinab, hinab, und erfüllt ist,
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Was der Ahndungen kühnste versprach; was süße Begeistrung
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Einst mich lehrt' im Knabengewande, gedacht ich des hohen
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Hirten in Mamres Hain und der schönen Tochter von Laban,
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Ach! es kehrt so warm in die Brust; – Arkadiens Friede,
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Köstlicher, unerkannter, und du, allheilige Einfalt,
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Wie so anders blüht in eurem Strahle die Freude! –
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Vor entweihendem Prunk, vor Stolz und knechtischer Sitte
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Von den ewigen Wächtern geschirmt, den Riesengebirgen,
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Lachte das heilige Tal uns an, die Quelle der Freiheit.
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Freundlich winkte der See
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Seiner Arme verbarg die schwarze Kluft im Gebirge:
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Freundlicher sahn aus der Tiefe herauf, in blühende Zweige
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Reizend verhüllt, und kindlichfroh der jauchzenden Herde
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Und des tiefen Grases umher, die friedsamen Hütten.
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Und wir eilten hinab in Liebe; kosteten lächelnd
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Auf dem Pfade des Sauerklees, und erfrischender Ampfer,
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Bis der begeisternde Sohn der schwarzen italischen Traube,
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Uns mit Lächeln gereicht in der herzerfreuenden Hütte,
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Neues Leben in uns gebar, und die schäumenden Gläser
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Unter Jubelgesang erklangen, zur Ehre der Freiheit.
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Lieber! wie war uns da! – bei solchem Mahle begehret
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Nichts auf Erden die Brust, und alle Kräfte gedeihen.
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Lebe wohl, du Stätte des Schwurs!
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Als in heiliger Nacht der ernste Bund dich besuchte.
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Herrlich Gebirg! wo der bleiche Tyrann den Knechten vergebens,
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Zahm und schmeichlerisch Mut gebot – zu gewaltig erhub sich
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Wider den Trotz die gerechte, die unerbittliche Rache –
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Lebe wohl, du herrlich Gebirg
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Opferblut – es wehrte der Träne der einsame Vater.
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Schlummre sanft, du Heldengebein! o schliefen auch wir dort
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Deinen eisernen Schlaf, dem Vaterlande geopfert,
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Walthers Gesellen und Tells, im schönen Kampfe der Freiheit!