Die heilige Bahn

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Friedrich Hölderlin: Die heilige Bahn (1789)

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Ist also dies die heilige Bahn?
2
Herrlicher Blick – o trüge mich nicht!
3
Diese geh ich?? schwebend auf des Liedes
4
Hoher fliegender Morgenwolke?

5
Und welch ist jene? künstlich gebaut
6
Eben hinaus, mit Marmor beschränkt,
7
Prächtig gerad, gleich den Sonnenstrahlen –
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An der Pforte ein hoher Richtstuhl?

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Ha! wie den Richtstuhl Purpur umfließt,
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Und der Smaragd, wie blendend er glänzt,
11
Und auf dem Stuhl, mit dem großen Szepter
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Aristoteles hinwärts blickend

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Mit hellem scharfem Aug auf des Lieds
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Feurigen Lauf – und jenes Gebirg
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Eilt sie hinweg – mutig in die Täler
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Stürzt sie, ungestüm, und ihr Boden

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Ist wie des Nordens Flammengewölk,
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Wallend vom Tritt des rennenden Gangs –
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Waffengeräusch rauschen seine Tritte
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Über alternde Wolkenfelsen.

21
Ha! sie ist heiß, die heilige Bahn –
22
Ach wie geübt der Große dort rennt,
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Um ihn herum – wie da Staunen wimmelt,
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Freunde – Vaterland – fernes Ausland.

25
Und ich um ihn mit Mückengesums
26
Niedrig – im Staub – Nein, Großer, das nicht.
27
Mutig hinan! – ! – Wanns nun da ist, voll ist...

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich Hölderlin
(17701843)

* 20.03.1770 in Lauffen am Neckar, † 07.06.1843 in Tübingen

männlich, geb. Q114498136

deutscher Lyriker (1770-1843)

(Aus: Wikidata.org)

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