Das Bild der Religion

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Christian Friedrich Daniel Schubart: Das Bild der Religion (1788)

1
O sprich! wer bist du? – des großen Vaters
2
Wahre Tochter, die Religion! –
3
Warum ein zerrissenes Bettlergewand? –
4
Der Erde Güter veracht' ich! –
5
Und dieses Buch, das deine Blicke verschlingen?
6
Ist meines Vaters heiliges Gesetz! –
7
Warum den keuschen Busen unverhüllt? –
8
Der offnen Einfalt Freundin liebt es so! –
9
Warum auf ein Kreuz dich lehnend? – Das Kreuz
10
Schafft mir die gewünschteste Ruhe. –
11
Warum geflügelt? – Die Kinder des Staubs
12
Flug über die Sterne zu lehren! –
13
Warum so strahlend? – Die täuschende Nacht
14
Der Menschenseelen zu bannen! –
15
Warum ein Zaum in deiner Linken? – Damit
16
Des Herzens Störrigkeit zu bändigen. –
17
Und deiner Füße Schemel, warum der Tod? –
18
Ich bin des Todes Tod, das Leben.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Christian Friedrich Daniel Schubart
(17391791)

* 24.03.1739 in Obersontheim, † 10.10.1791 in Stuttgart

männlich, geb. Schubart

deutscher Dichter, Musiker, Komponist und Journalist

(Aus: Wikidata.org)

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