An die Freiheit

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Christian Friedrich Daniel Schubart: An die Freiheit (1789)

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O Freiheit, Freiheit! Gottes Schooß entstiegen,
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Du aller Wesen seligstes Vergnügen,
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An tausendfachen Wonnen reich,
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Machst du die Menschen Göttern gleich.

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Wo find' ich dich, wo hast du deine Halle?
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Damit auch ich anbetend niederfalle,
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Dann ewig glücklich, ewig frei
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Ein Priester deines Tempels sei.

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Einst walltest du so gern in Deutschlands Hainen,
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Und ließest dich vom Mondenlicht bescheinen,
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Und unter Wodanseichen war
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Dein unentweihtester Altar.

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Es sonnte
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An deiner Eiche lehnt' er seine Lanze,
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Und ach, mit mütterlicher Lust
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Nahmst du den Deutschen an die Brust.

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Bald aber scheuchten Fürsten deinen Frieden,
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Und Pfaffen, die so gerne Fesseln schmieden;
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Da wandtest du dein Angesicht:
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Wo Fesseln rasseln, bist du nicht.

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Dann flogst du zu den Schweizern, zu den Briten;
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Warst seltner in Palästen, als in Hütten;
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Auch bautest du ein leichtes Zelt
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Dir in Kolumbus neuer Welt.

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Und endlich, allen Völkern zum Erstaunen,
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Als hätt' auch eine Göttin ihre Launen,
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Hast du dein Angesicht verklärt
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Zu leichten Galliern gekehrt.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Christian Friedrich Daniel Schubart
(17391791)

* 24.03.1739 in Obersontheim, † 10.10.1791 in Stuttgart

männlich, geb. Schubart

deutscher Dichter, Musiker, Komponist und Journalist

(Aus: Wikidata.org)

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