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Was schleierst du, o Muse, den Blick?
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Was will an der Wimper die bebende Thräne?
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Was hauchst du aus bleichen, mattgeöffneten Lippen
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Seufzer, dem Hauche des Sterbenden gleich?
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Was soll dieß stumme Deuten auf die Goldharf',
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Die an meines Geklüfts Steinwand gelehnt,
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»o sprich ihn nicht aus, des Gefei'rtesten Namen!
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So sprach die Muse, meiner Einöde Gespielin,
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Schwankt' und hielt sich an meines Geklüftes Steinwand
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Und wie der Sterbende aufzuckt,
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Wenn ihn des Todes Nähe schreckt,
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So begann sie von neuem:
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»hörst du Sterbegewimmer vom röthlichen Nord her?
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Hörst du der Völker staunenden Aufschrei
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An deines Walles Felsengurt sich spaltend:
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Da schau hinaus in die Nacht;
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Sieh, eine Riesengestalt
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Bäumt sich vom Thal auf:
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Den Scheitel im Mondstrahl, den Fuß im Nachtgrau.
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Der Engel Teutonia's ist's.
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Siehst du! Mit dem Wodansschilde
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Weist er gen Himmel. Er spricht:
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Wie fernes Wettergemurmel
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In der eisernen Wiege der Gefahr)
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Des Auslands Schreck, des Inlands Stolz,
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Ich sah ihn fallen vom Himmel,
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Den köstlichen Abstrahl der Gottheit:
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Zu leuchten der Erde, der Maßstab zu sein,
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An dem sich Fürsten, Helden, Weise,
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Und Meister von jeglicher Kunst
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Messen und strecken; zu gründen
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Borussia's Glück; zu festigen
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Die Rechte meines Volks, und zu heften auf sich
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Des Erdballs staunenden Blick.
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Sein Werk ist vollendet. Es flog
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In seine Heimath zurücke.
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Der Mond ging blutig unter und die Erscheinung verschwand.
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»nimm da die Goldharf' und singe
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So sprach die Muse zu mir,
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Der in der Betäubung Todesfrost starrte;
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Wenn ein Cherubswetterwagen
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Wenn die getroffne älteste Wodanseiche
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Vom Donnerstrahl aufdampft:
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Dann bergen die Sänger des Hains
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Die goldnen Schnäbel unter die Flügel.
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Der silberlockige Grenadenwerfer.
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An des Riesen gestreckter Leiche
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Hüllt sich in Todtenschleier und schweigt.
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Trübt sich des Himmels bläuliche Wölbung.
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Des Greisen keuchender Todtenruf,
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Des benarbten Kriegers Schädelschlag,
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Der Wittwen Geächz', des Waisen Geheul,
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Der Armen Geschluchz' übertäubte
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All ihrer Sänger weinende Klage.
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Erst wenn der Sturm des Jammers ausgetobt;
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Unter tröpfelnden Zweigen.«
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Töne, töne denn, mein banger Sterbgesang.
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Der Winde Gewinsel im Todtenkranze,
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Dem rauschenden wilden Grase
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Auf zerfallnen Heldengräber gleich,
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So töne du, mein banger Sterbgesang!
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An deine Sternenburg, Himmelerhabner,
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Schlage mein Sterbgesang!
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Groß und belehrend war dein Leben,
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Groß und belehrend dein Tod.
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Mit Sternenschrift steht deiner Thaten Zahl
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Staunend wird sie lesen der Enkel Urenkel
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Und der Kunde kaum trauen.
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Doch that sich der Erdengott selbst je genug?
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Ha, dicht an der Wölbung der Königsgruft
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Durchblitzt' er sein Leben
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Mit der strengsten Prüfung Aetherstrahl;
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Maß jeden Schritt auf seiner
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Mit Heldenschweiß beträuften Bahn;
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In den festlichen Stunden der innersten Geisteseröffnung
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Der Gerichtswage Getön,
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Und freutest dich der goldnen Schale,
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Vom Wuchte deiner schönsten Thaten zuckend.
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Nicht der Krankheit Natternstiche,
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Nicht des Alters drückende Last
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Vermocht's, dir den Scepter entsinken zu machen.
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Schon schmückte dein Antlitz
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Der nahen Verklärung morgenröthlicher Schimmer;
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Da sprachst du die feierlichen Worte –
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Engel tranken sie auf –
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»heil mir! ich werde ewig thätig sein!
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Zu mächtig fühl' ich in mir
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Des göttlichen Funkens
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Ungestümes, allgewaltiges Wehen.
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Zwar werd' ich dort nicht
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Mit leisem Tritte nahte sich der Tod.
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Des Lebens Uhr, die mit dem Finger des Titus
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Dem thatenstrebenden Manne
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Nie eine verlorne Stunde wies,
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Rasselte ab. – Ha, selbst die letzte Minute
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War für den Geitzer der Zeit unverloren:
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Denn sie lehrte Könige die
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Neigte sich tief und küßte des Sterbenden Stirne:
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»du hast des Völkervaters Pflichten all' erfüllt,
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Sohn! Liebling! bald mein Bruder!
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So hauchte der Halbgott den Sterbenden an.
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Des Völkervaters Pflichten all' erfüllt zu haben,
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Des großen Todten Haupt
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Der Erdenbürd' entlastet.
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Vom liegenden Leichname,
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Im Lächeln des guten Gewissens noch schimmernd,
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Eilte sein Geist, der Gottesstrahl,
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Schnell von des Todes Betäubung besonnen,
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Ins Reich der Urgröß' empor.
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Ihm boten der Menschen größte,
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Der Gottheit getroffenste Nachbilder,
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Die lichte, liebebebende Rechte.
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Er aber bemerkte sie kaum, eilt' und sank
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Am Throne des Allherrschers nieder.
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Aus des Staunens Strudel erhob sich
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Dankt' dem Geber der neuen Gnaden,
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Bot dann erst seinen Brüdern,
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Den Ehren der Menschheit, die glühende Rechte.
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Und seine Helden alle, die für Ihn
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Einst fochten, bluteten, starben,
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Folgten ihm in seiner neuen Herrschaft Bezirke.
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Dieses sah die Muse. Doch ach! auf der Erde
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Ein grauer, benarbter Krieger sprach:
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»ah, da liegt Er nun, der Sieger bei
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Leichenbesäten Gefilden.
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Hoch in die Luft, und schüttelt' ihn zornig?
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Daß deutscher Schwertschlag kräftiger sei,
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Als seiner Red' und Sitte Gezier?
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Flohen nicht vor ihm getäuschter Völker Schaaren,
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Wie Hornissenschwärme,
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Vor der prasselnden Flamme?
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Wer spottete des Krieges Ungemach, wie Er?
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Oft bot ich ihm an meines Schwertes Spitze
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Mit Talg beträuftes Brot. Oft löscht' er neben mir
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Den Durst aus dem Bach am Wege.
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Wärmte sich mit mir am krachenden Feuer des Dornstrauchs,
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Schlief im bereiften Gras und achtete nicht
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Des Nordsturms Hauch und des strömenden Regens Durchnässung.
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Und ach da liegt Er nun, der Thäter dieser Thaten!«
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So spricht der heulende Krieger und wetzt
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Sein Schwert am Sarge des Helden.
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Des Genius Vertrauter spricht:
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Weit hinauf maß Er an der Geister Urmaß.
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Fest und stark war seine Seele.
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Keines Geschöpfes Gewalt,
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Gott allein hätt's nur vermocht,
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Ihn aus seiner Entschlüsse Felsenburg
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Herauszudonnern. Der geschaffne Gedanke
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Sprang in voller Rüstung aus
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Und ward zur That. Auch lüpft' Er oft
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Der Schönheit Silberschleier,
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Und sah ihr olympischen Lächeln.
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Nie riß sich in Ihm Ein Vermögen der Seele
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Von dem andern los, zur Mißgestalt
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Seinen Genius aufzudunsen.
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Seines Geistes Kräfte klangen zusammen
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Wie harmonisches Silbergeläute.
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Darum weinen die Schätzer der Geister um Ihn;
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Denn ihr Maß, ihr Festgefühl war Er!
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Sieh, eine weinende Schaar von Armen, Wittwen und Waisen.
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Naht sich dem heiligen Leichnam,
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Rauft sich das Haupthaar und schluchzt:
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War Er Scepterträger allein? Völkerzähmer allein?
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Weinen wir nur den Großgeist in Ihm?
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Nein, seliger Schatten, wir weinen in Dir
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Wenn, gleich beweglichen Feuergebirgen,
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Die Gefahr unsern Grenzen sich nahte;
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So warfst du dich an deiner Krieger Spitze,
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Achtetest nicht der glühenden Lava,
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Und lenktest ab den feurigen Strom.
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Fürchterlich streckte der Hunger sein tönend Gerippe
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Griff mit der Rechten nach Wurzeln, mit der linken nach Aesern.
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Da welkte mit Gras im Munde der Greis;
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Da starb vom Kalkmehl der Jüngling;
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Da sog der Säugling Blut.
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Des Halmes Stärkung auf die Müden;
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Und in Sandfurchen sprudelte Milch,
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Des Brandes Grimm verzehrte Hütten;
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Er schuf zu Palästen sie um.
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Gegen himmelstürzender Wasser tosende Flut
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Die um den Göttlichen trauern?
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Nein. Europa klagt! Es stutzt die Welt!
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Seine Feinde selbst umfloren den Arm,
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Der gegen den nordischen Löwen sich hob.
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Ich aber schwinge mich auf Flügeln
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Der Phantasie in deine Todtenhalle,
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Und mit gesunknen Armen streck' ich mich,
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Du Hochgefeirter, über deinen Eichensarg,
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Lautweinend, daß mich dein Stab nicht weidete.
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Dich aber, Borussiens glückliches Volk,
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Segnet die Rechte des traurenden Barden,
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Deiner Herrlichkeit Gründer!