Ich ging im Feld. Die Drossel schlug

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Gustav Falke: Ich ging im Feld. Die Drossel schlug Titel entspricht 1. Vers(1884)

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Ich ging im Feld. Die Drossel schlug.
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Ein lindes weiches Wehen trug
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Von einem wilden Apfelbaum
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Ein Blütenblatt, einen Frühlingsflaum.
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Da kam aus Osten, hügelab,
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Trug keinen Hut und keinen Stab
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Und führte keinen Ranzen mit,
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Der Tag im leichten Wanderschritt.

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Auf seine helle Stirne fiel
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Ein frei Gelock, des Windes Spiel.
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Kein Kleid umgab der Glieder Pracht,
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Nackt schritt er, wie ihn Gott erdacht.
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Nur eine Sonnenblume hielt
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Er in der Linken. Hochgestielt,
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Der goldne Sternkelch scheitelnah
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Ihm schwankend über die Schulter sah.

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So ging er strahlend gradeaus,
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Und über ihm zog mit Gebraus
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Ein Schwarm von weißen Schwänen mit.
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Er wuchs, wie er das Feld durchschritt,
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Und stand zuletzt am Horizont,
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Ein Riese, flammend übersonnt.
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Um ihn, wie lichte Wölkchen sahn
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Die Vögel aus, Schwan neben Schwan.
25
Und aus dem weißen Glitzermeer
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Grüßte die gelbe Blume her.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Gustav Falke
(18531916)

* 11.01.1853 in Lübeck, † 08.02.1916 in Groß Borstel

männlich, geb. Falke

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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