Sie drängen nach oben

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Gustav Falke: Sie drängen nach oben Titel entspricht 1. Vers(1884)

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Sie drängen nach oben,
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Die lange geduckt,
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Das Haupt erhoben
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Wird aufgemuckt;
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Wollen auch was haben
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Von der Welt Gaben.
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Habt lange genug allein gezecht,
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Den Wein verteilt mehr schlecht als recht.
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Zögernd erst, doch mählich frecher
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Tappen sie nach eurem Becher,
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Mit groben Fäusten und wenig eben.
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Hättet willig ihr gegeben,
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Das Tischtuch wäre geblieben rein.
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Nun wird verschüttet viel edler Wein,
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Vieles verderbt,
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Wie Blut gefärbt.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Gustav Falke
(18531916)

* 11.01.1853 in Lübeck, † 08.02.1916 in Groß Borstel

männlich, geb. Falke

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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