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Leise ebbt der Strom. Im Schlick
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Ragen plumpe Fischerkähne,
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Draußen gleiten, stille Schwäne,
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Mit den weißen Segeln andre.
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Und die Strecke überwandre
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Breiter Bahn ich mit dem Blick
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Drüben, wo sich Wiesen breiten,
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Wo die bunten Kühe schreiten
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Zwischen üppigem Krautgestände,
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Und die groben Weidenköpfe,
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Knorrig, bissig, Sauertöpfe,
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Wie im Zorn die Haare spießen.
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Weiter oben sammeln, schließen,
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Wie ein Wall, sich grüne Wipfel
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Um das Dörfchen. Höchste Gipfel
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Zeigen Pappeln. Nur der Hahn
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Auf des Kirchleins gold'ner Spitze
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Sieht von einem stolzeren Sitze
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Rings die Welt sich aufgethan:
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Weite unbegrenzte Fläche,
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Segenstrotzend Feld an Felder,
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Landmanns ungemünzte Gelder,
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Wiesen, Moore, Waldesränder.
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Und dazwischen blaue Bänder,
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Die Kanäle, Weiher, Bäche.
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Aber unten, ihm zu Füßen,
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Sieht er weiße Segel grüßen,
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Schwarze Schlote niedergleiten.
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Kommen, Gehen. Aller Weiten
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Unsichtbare Fäden weben
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Nach verborgenem Gesetze,
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Dort an einem Riesennetze.
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Und es trägt der Strom das Leben
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Ruhig zwischen Uferbreiten,
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Die zum Meer sich mählich weiten.
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Leis zum Strande rinnt die Welle,
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Und die schwanke Binse schmiegt sich,
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Windet sich und bebt und wiegt sich.
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Zwielicht wechselt ab mit Helle,
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Wie sich vor der Abendsonne,
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Eine schweifende Kolonne,
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Leichte Wolken hastig drängen,
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Die auf ihren hohen Gängen,
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Unter sich den Tanz der Wogen,
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Über sich den Glanz der Sterne,
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Kommen lautlos hergezogen,
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Abgesandte welcher Ferne?
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Aber tiefer, Wellenteiler,
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Kraftbeschwingte Luftdurcheiler,
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Tummeln sich im Auf und Nieder
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Möwen mit dem Schneegefieder.
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Wie um blaue Blumenkronen
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Weiße Schmetterlinge flügeln,
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Schaukeln ohne Schwingenschonen
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Leicht sie über Wellenhügeln.
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Zwischen Wasser, zwischen Himmel:
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Segel, Vögel, ein Gewimmel
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Regen Lebens, lautlos hastend.
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Und ich träume in dem Schweigen
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Unter breiten Buchenzweigen
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Hier am Ufer wohlig rastend.
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Stilles Glück der Ebbe. Ragen
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Seh' ich aus vergangnen Tagen,
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Bloßgelegt, was überbrausen
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Sonst die Wellen. Und die hausen
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Heimlich in verschwiegenen Reichen,
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Kommen nun, die nixengleichen,
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Mit den großen Schelmenblicken,
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Mit der Lust am Necken, Zwicken,
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Allerliebstes Ungeziefer,
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So viel klüger, so viel tiefer
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Als die lärmenden Gedanken,
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Die zur Flutzeit mich umzanken
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Und mit ihrem kecken Meinen
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Herrn sich meiner Seele scheinen.