An Plato

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Theodor Däubler: An Plato (1905)

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Es trafen sich die Sonnen auf der Stirne,
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Die Plato schwer zur innern Hut geneigt;
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Er wußte, durch des Leibes Blutbusch zweigt
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Ursprünglichkeit des Herzens, bis zum Firne

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Krystallhafter Gestalten überm Hirne,
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Zu dem sich der Erbrachtheit Spiegel zeigt:
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Dann, unter Kühle, wo die Preisung schweigt,
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Erklingt der Gang ergöttlichter Gestirne.

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Ihr Himmeln wandelte unter Platanen,
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Da Plato, du, den alten Staat entwarfst!
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Kein Mann erschritt Vollzug so klug den Ahnen,

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Als er, der sich besonnen hat: du darfst,
13
Zu steigen, Liebendlebende ermahnen!
14
Ergreif uns Herr, der du Gesetze harfst!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Theodor Däubler
(18761934)

* 17.08.1876 in Triest, † 14.06.1934 in St. Blasien

männlich, geb. Däubler

deutscher Schriftsteller (1876-1934)

(Aus: Wikidata.org)

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