Der Garten

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Theodor Däubler: Der Garten (1905)

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Das Mittagsblau durchfrischt der Hauch von Firnen.
2
Ein Schwanenbild schwebt wolkenweich dahin.
3
Wem kämen Lichterherzen in den Sinn?
4
Auf See hält sie der Wind an Silberzwirnen.

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Wohl blüht die Sehnsucht uns nach kühlen Birnen;
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Der Zweige keuscher Schmuck zeigt Lenzbeginn:
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Blauäugelnd merkt erfreute Bäuerin
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Des Gartens Glanz aus winzigen Gestirnen.

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Bemühtes Suchen summen uns die Bienen;
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Ihr Birnenblütenberg bleibt duftbewebt,
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Wie Baumgewölk verflockt ein Korbkomet!

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Vielleicht ist Kore wunderhold erschienen?
13
Ob ihr – besorgt – die Tierlein goldig dienen?
14
Sie schwärmen kindhaft einer Königin Gebet.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Theodor Däubler
(18761934)

* 17.08.1876 in Triest, † 14.06.1934 in St. Blasien

männlich, geb. Däubler

deutscher Schriftsteller (1876-1934)

(Aus: Wikidata.org)

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