Halimus

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Theodor Däubler: Halimus (1905)

1
Die Heimat des Thukydides, im Grollen
2
Der See von Salamis, hat mich empfangen:
3
Ein kühnes Stürmen purpurt unsre Wangen,
4
Dem Augenblick entschleiern sich die Schollen:

5
Heroen modern in verborgnen Stollen;
6
Begnadete, die ihren Ruhm besangen,
7
Erscheinen noch im Mond, und zaudernd bangen
8
Kytharen dann nach Hellas' andachtsvollen

9
Geschlechtern vor Poseidons Zornesworten:
10
Wer nie auf ausgestreckten Klippen kniete,
11
Blieb Fremdling dem Geschick, an Drohungsorten

12
Der Salzgewaltsamen bei Amphitrite;
13
Bedenkt ums Riff der Toten ferne Pforten,
14
Den Nahruck von plutonischem Gebiete!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Theodor Däubler
(18761934)

* 17.08.1876 in Triest, † 14.06.1934 in St. Blasien

männlich, geb. Däubler

deutscher Schriftsteller (1876-1934)

(Aus: Wikidata.org)

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