An Leopardi

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Theodor Däubler: An Leopardi (1905)

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Des Mittelmeeres Schwermut war dein Sagen,
2
Nach der Versunkenheit verlorner Ruf;
3
Was Hellas wagte und Italien schuf,
4
Verwunderte das Herz durch altes Fragen:

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So dumpfe Schöpfung, sprich, warum wir zagen?
6
O wo erweckt uns Helios' Rossehuf:
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Erschütterte sind wir, ohne Beruf –
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Vielleicht die Wachsamen durch hartes Jagen?

9
Vollbrachtheit blieb mir Süße unsrer Sprache,
10
Die attische Vollendung in Florenz:
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Ilisos, durch des Dichters Mund, als Ache,

12
Voll Überschäumungsmut zu jüngstem Lenz;
13
Doch Blut, mein Blut, wie weit ist uns die Brache
14
– Ein Schweigen naht – gesungne Ahnung kennts.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Theodor Däubler
(18761934)

* 17.08.1876 in Triest, † 14.06.1934 in St. Blasien

männlich, geb. Däubler

deutscher Schriftsteller (1876-1934)

(Aus: Wikidata.org)

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