An Shelley

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Theodor Däubler: An Shelley (1905)

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Der Liebe tief verletzbarem Verkünder,
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Dir Shelley, kett ich dankbar mein Sonett:
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Ein Licht, dein zart entschleiertes Violett,
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Ward großer Sonne feiernder Entzünder.

5
Nach solcher Freiheit purpurten die Münder
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Zum Rufe Hingebluteter im Bett:
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Geweihter Walstatt rächendes Skelett,
8
Stand Hellas' Traum erblitzender Begründer.

9
Ein Mond in deinem Blick zerperlte Zähren.
10
Der Möwe Silberflug, auf schwerer Flut,
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Schien bleich der Seele Staunen zu erklären.

12
Gestirntes Ahnentum empfand das Blut,
13
Da wollte dein Geheimsein Sturm gewähren,
14
Bis jung und gut du erst im Meer geruht.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Theodor Däubler
(18761934)

* 17.08.1876 in Triest, † 14.06.1934 in St. Blasien

männlich, geb. Däubler

deutscher Schriftsteller (1876-1934)

(Aus: Wikidata.org)

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