Crucifigite eum!

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Wilhelm Müller: Crucifigite eum! (1810)

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Welch ein Pharisäertroß tobet durch die vollen Gassen?
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Wollt ihr Christum noch einmal an das Kreuzholz schlagen lassen?
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Und sie stürmen, wild gedrängt, des Palastes hohe Stufen.
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Über ihre Brust, auf der sie viel bunte Kreuze tragen.

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»was ihr dem Geringsten thut aus der Zahl der lieben Meinen,
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Dieses thut ihr
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Also sprach der Heiland einst, und die Pharisäer wissen,
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Wo der Spruch geschrieben steht, denn sie sind auf's Wort beflissen.
9
Pharisäer, haltet ein! Habt ihr nicht den Spruch gefunden?
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Seht, es brechen blutend auf Jesu Christi tiefe Wunden!
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Seht, es rinnt der rothe Schweiß kalt von seinen Schläfen nieder,
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Und er ruft: Erbarme dich, Vater über meine Brüder!
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Meine Brüder, die für mich werden an das Kreuz geschlagen,
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Die der Heiden Joch für mich nach der Schädelstätte tragen!
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Wie viel Augen, die auf
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Wie viel Herzen, die auf
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Wie viel Zungen, die
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Wie viel Hände abgehaun, die für
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Wie viel Lämmer
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Ehe noch ihr Herz erkannt ihres treuen Hirten Stimme!
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Pharisäer, habt ihr noch Stimme, »Kreuzigt ihn!« zu rufen?
22
Zittern eure Füße nicht nieder von den hohen Stufen?
23
O so mög' ein Donnerschlag euch des Odems Hauch benehmen,
24
Und ein Blitz vom Höllenpfuhl eure starren Kniee lähmen!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Wilhelm Müller
(17941827)

* 07.10.1794 in Dessau, † 30.09.1827 in Dessau

männlich, geb. Müller

deutscher Dichter des 19. Jahrhunderts (1794-1827)

(Aus: Wikidata.org)

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