Der Mainotte

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Wilhelm Müller: Der Mainotte (1810)

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Nie, nie hat ein Sklavenjoch meinen starken Hals gebogen,
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Nie hab' ich an meinem Arm eine Kettenlast gewogen.
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Frei, wie meiner Berge Strom, wie der Adler in den Lüften,
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Stürz' ich brausend in die Fläche, wo die Freiheit liegt in Grüften,
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Neben altem Heldenstaube, unter grauen Mauertrümmern,
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Und mir ist, als hört' ich sie unter mir vernehmlich wimmern.
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Räuber heiß' ich bei dem Wicht, der den Räuber nennt Gebieter,
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Jenen Räuber, der ihm hat
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Freiheit, Freiheit, Lebensluft, Leibesmark und Seelenschwinge,
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Der gehört mein Herz, mein Arm, meine Büchs' und meine Klinge,
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Der ich wache, der ich kämpfe, der ich lebe, der ich sterbe,
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Die ich meinen Kindern lasse als mein einig eignes Erde.
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Räuber nennt mich immerhin! Rauben will ich und verheeren
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Herrengut und Sklavenland, und kein Pascha wird es wehren.
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Aber hört, ihr Feldbewohner, hört, der Räuber kann auch geben
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Mehr, mehr als ihr habt besessen all' in eurem ganzen Leben.
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Wollt ihr eure Freiheit wieder? Kommt herauf mit scharfen Klingen!
18
Von den Bergen wollen wir sie vereint herunter bringen.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Wilhelm Müller
(17941827)

* 07.10.1794 in Dessau, † 30.09.1827 in Dessau

männlich, geb. Müller

deutscher Dichter des 19. Jahrhunderts (1794-1827)

(Aus: Wikidata.org)

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