Die Pforte

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Wilhelm Müller: Die Pforte (1810)

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Hohe Pforte, hohe Pforte! Zu dem Schatten deiner Gnade
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Rufst zurück du die Verirrten von der Freiheit wildem Pfade.
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Heil den Griechen! Heil den Christen! Wirf nur einen
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Über nackte Trümmerfelder, über blutgetränkte Matten,
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Daß wir alle Platz gewinnen in dem schönen Zufluchtsorte,
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In dem kühlen Abendschatten deiner Gnade, hohe Pforte!
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Unsrer Brüder rothe Häupter, aufgesteckt auf deine Zinnen,
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Rufen laut mit dir vereinigt: Eilt, den Schatten zu gewinnen!
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Hohe Pforte, hohe Pforte! Rufe nur und schmiede Ketten,
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Schicht' empor die Scheiterhaufen, deiner Gnade warme Betten,
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Für die Armen, Nackten, Müden, die in deinen Schatten fliehen,
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Flehend, in dem Sklavenjoche wieder friedlich hinzuziehen!
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Rufe nur – zur Antwort schlagen unsre Waffen wir zusammen,
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Lassen unsre Kreuzfahne blitzend durch die Lüfte flammen!
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Gott mit uns! auf unsrer Fahne – Gott mit uns! in unsrem Herzen.
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Wir mit Gott in Siegesjubel – wir mit Gott in Todesschmerzen!
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Selig, die mit Gott gefallen! Zu der Pforte seiner Gnade
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Ruft er heim die müden Streiter von des Lebens wirrem Pfade:
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In
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Auf dem Dornenbett der Sünder, und in Blumen der Gerechte.
21
Brüder, nach
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Seht die Häupter unsrer Brüder dort mit Martyrkronen glänzen!
23
Seht,
24
Zu
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Selig, die mit Gott gestritten! Selig, die mit Gott gefallen!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Wilhelm Müller
(17941827)

* 07.10.1794 in Dessau, † 30.09.1827 in Dessau

männlich, geb. Müller

deutscher Dichter des 19. Jahrhunderts (1794-1827)

(Aus: Wikidata.org)

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