Der Greis auf Hydra

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Wilhelm Müller: Der Greis auf Hydra (1810)

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Ich stand auf hohem Felsen, tief unter mir die Fluth:
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Da schwang sich meine Seele empor in freiem Muth.
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Ich ließ die Blicke schweifen weit über Land und Meer:
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So weit, so weit sie reichen, klirrt keine Kette mehr.
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So weit, so weit sie reichen, kein halber Mond zu sehn,
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Auf Bergen, Thürmen, Masten, die heil'gen Kreuze wehn.
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So weit, so weit sie reichen, es hebt sich jede Brust
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In
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Und Alles was uns fesselt, und Alles was uns drückt,
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Was Einen nur bekümmert, was Einen nur entzückt,
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Wir werfen's in das Feuer, wir senken's in die Fluth,
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Die wogt durch alle Herzen in
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Ich sehe Schiffe fahren – die stolze Woge braust –
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Ist es der Sturm der Freiheit, der in die Segel saust?
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Heil euch und eurer Reise! Heil eurer schönen Last!
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Heil eurem ganzen Baue vom Kiele bis zum Mast!
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Ihr steuert durch die Fluthen nach einem edlen Gut,
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Ihr holt des Sieges Blume, die wächst in Heldenblut.
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Es donnert aus der Ferne – ist es der Gruß der Schlacht?
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Ist es der Wogen Brandung, die an die Felsen kracht?
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Das Herz will mir zerspringen bei dieses Donners Ton –
22
Ich bin zu alt zum Kampfe und habe keinen Sohn.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Wilhelm Müller
(17941827)

* 07.10.1794 in Dessau, † 30.09.1827 in Dessau

männlich, geb. Müller

deutscher Dichter des 19. Jahrhunderts (1794-1827)

(Aus: Wikidata.org)

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