Die Jungfrau von Athen

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Wilhelm Müller: Die Jungfrau von Athen (1810)

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Rosensträuche thät ich pflanzen unter meinem Fensterlein,
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Und sie blühen und sie duften in die Kammer mir herein;
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Und die Nachtigallen singen in den Zweigen Lieb' und Lust –
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Schweigt, ihr Vöglein, noch ein Weilchen! – Ist es euch denn nicht bewußt,
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Daß mein Liebster ist gezogen in das Feld mit Lanz' und Schwert,
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Für das heil'ge Kreuz zu kämpfen und für einen freien Herd?
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Saht ihr nicht, wie ich vom Halse meine Perlenschnüre band,
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Und sie gab dem heil'gen Priester für das liebe Vaterland?
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Saht ihr nicht, daß meine Haare ich seit Monden nicht geschmückt?
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Saht ihr wohl, daß eine Rose ich so lange hier gepflückt?
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Schweigt, ihr Vöglein, noch ein Weilchen, bis der Liebste wiederkehrt,
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Und uns neue, schöne Weisen zu der Freiheit Preise lehrt.
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Blüht, ihr Rosen, noch ein Weilchen, und ich bind' euch mir zum Kranz,
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Wann den Siegern wir entgegen ziehn mit Sang und Spiel und Tanz!
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Ach, und kehrtest du, mein Liebster, mit den Andern nicht zurück,
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Ach, wo sollt' ich mich verbergen vor der Freude, vor dem Glück?
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Bei den Rosensträuchen säß' ich, bände Dornenkränze hier,
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Und

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Wilhelm Müller
(17941827)

* 07.10.1794 in Dessau, † 30.09.1827 in Dessau

männlich, geb. Müller

deutscher Dichter des 19. Jahrhunderts (1794-1827)

(Aus: Wikidata.org)

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