Je höher die Glocke

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Wilhelm Müller: Je höher die Glocke Titel entspricht 1. Vers(1810)

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Je höher die Glocke,
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Je heller der Klang:
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Je ferner das Mädchen,
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Je lieber der Gang.

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Der Frühling will kommen,
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O Frühling, meine Freud'!
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Nun mach' ich meine Schuhe
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Zum Wandern bereit.

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Wohlauf durch die Wälder,
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Wo die Nachtigall singt!
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Wohlauf durch die Berge,
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Wo 's Gemsböcklein springt!

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Zwei schneeweiße Täubchen,
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Die fliegen voraus,
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Und setzen sich schnäbelnd
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Auf der Hirtin ihr Haus.

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Ei bist du schon munter,
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Und bist schon so blank?
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Gott grüß' dich, schön's Dirnel!
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Ach, der Winter war lang!

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Zwei Augen wie Kirschkern',
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Die Zähne schneeweiß,
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Die Wangen wie Röslein
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Betracht' ich mit Fleiß.

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Ein Mieder von Scharlach,
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Ganz funkelnagelneu,
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Und unter dem Mieder
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Ein Herzlein so treu!

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Und ihr Lippen, ihr Lippen,
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Wie preis' ich denn euch?
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So wie ich will sprechen,
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So küßt ihr mich gleich!

33
Ei Winter, ei Winter,
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Bist immer noch hier?
35
So darf ich doch wandern
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In Gedanken zu ihr.

37
Auf Siebenmeilenstiefeln
38
Geht's flink von der Stell',
39
Auf Liebesgedanken
40
Geht's siebenmal so schnell.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Wilhelm Müller
(17941827)

* 07.10.1794 in Dessau, † 30.09.1827 in Dessau

männlich, geb. Müller

deutscher Dichter des 19. Jahrhunderts (1794-1827)

(Aus: Wikidata.org)

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