Der stürmische Morgen

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Wilhelm Müller: Der stürmische Morgen (1810)

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Wie hat der Sturm zerrissen
2
Des Himmels graues Kleid!
3
Die Wolkenfetzen flattern
4
Umher in mattem Streit.

5
Und rothe Feuerflammen
6
Ziehn zwischen ihnen hin.
7
Das nenn' ich einen Morgen
8
So recht nach meinem Sinn!

9
Mein Herz sieht an dem Himmel
10
Gemalt sein eignes Bild –
11
Es ist nichts als der Winter,
12
Der Winter kalt und wild!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Wilhelm Müller
(17941827)

* 07.10.1794 in Dessau, † 30.09.1827 in Dessau

männlich, geb. Müller

deutscher Dichter des 19. Jahrhunderts (1794-1827)

(Aus: Wikidata.org)

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