Der deutsche Flüchtling

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Felix Dahn: Der deutsche Flüchtling (1873)

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Ich haus' allein im wilden Wald,
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Im fernen, fernen Westen;
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Den Wolf, den Graubär ungestalt
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Hab' einzig ich zu Gästen:
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Es nahet mir kein Menschenfuß,
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Es grüßet mich kein Freundesgruß: –
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Der Sturm pfeift in den Ästen.

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Mit Gram seh' ich der Wolken Heer,
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Die frei nach Osten streifen:
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Die Schwalben, die beneid' ich schwer,
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Die heim nach Deutschland schweifen: –
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Ich denk', wie, wo der Neckar geht,
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Ein Hüttlein dicht in Reben steht,
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Dran jetzt die Trauben reifen.

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Ich denk', wie nun das Dorf entlang
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Sich Kerz' entfacht an Kerzen,
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Wie vor der Tür am Wiesenhang
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Die blonden Buben scherzen!
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Ich denk', wie dort zu dieser Zeit
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Die Abendglocke hallet weit: –
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Und weh wird mir im Herzen!

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Mein einsam Feuer zünd' ich an,
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Schau' in die nächt'ge Ferne: –
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Hier bleib' ich stets ein fremder Mann,
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Fremd sind mir selbst die Sterne:
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O säh' ich nur einzigmal
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Mein Vaterhaus im Abendstrahl, –
28
Ich stürbe – ach wie gerne! –

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Felix Dahn
(18341912)

* 09.02.1834 in Hamburg, † 03.01.1912 in Breslau

männlich, geb. Dahn

deutscher Jurist, Schriftsteller, Historiker

(Aus: Wikidata.org)

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