Romanze des Gefangenen

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Felix Dahn: Romanze des Gefangenen (1873)

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Hoch ob meinen Gitterstäben
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Seh' ich rasche Vögel schweben,
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Meergewohnte Möwenbrut:
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Und sie scharen sich im Kreise
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Und sie rüsten sich zur Reise
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Nach des Nordmeers ferner Flut.

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Ach! wie oft sah ich sie horsten
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In Altenglands dunkeln Frosten,
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An des Humber grünem Strand,
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Wann ich ritt zu froher Beute,
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Laut umtost von Roß und Meute
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Und den Sperber auf der Hand.

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In den Wald entflog der Sperber
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Und die Mähne hängt der Berber
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Und die treue Rüde klagt:
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Doch es jubeln die Barone:
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Nach des Langverschollnen Krone
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Wird manch' kühner Griff gewagt.

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Rasche Vögel, auf, von dannen!
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Wo in dunkelgrünen Tannen
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Ruht ein stilles Königshaus, –
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Dort an eine Frau vielsüße
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Richtet tausend, tausend Grüße
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Vom gefangnen König aus.

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Hört ihr dann zum Trost der Schönen
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Eine helle Stimme tönen,
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Ruft dem Troubadour: »Halt ein!
28
Blondel, laß die holden Weisen:
29
König Richard liegt in Eisen,
30
König Richard harret dein!«

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Felix Dahn
(18341912)

* 09.02.1834 in Hamburg, † 03.01.1912 in Breslau

männlich, geb. Dahn

deutscher Jurist, Schriftsteller, Historiker

(Aus: Wikidata.org)

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