Thamar

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Felix Dahn: Thamar (1873)

1
Es ritt ein Ritter über die Heide,
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Sein Blick war tief und ernst sein Gesicht:
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Da hört' er schrei'n wie in tödlichem Leide,
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Er jagte herzu an den Buschwald dicht.

5
Dort hatten gebunden drei böse Schächer
6
Ein Mädchen in buntem, fremdem Gewand:
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Hoch blitzte sein Schwert und sie flohn vor dem Rächer
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Und er sprang vom Roß und zerschnitt ihr Band.

9
»o Ariël, Asraël, Bote der Sterne,
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O laß mich im Staube zu Füßen dir ruhn,
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O nimm meine Seele: wie gäb' ich sie gerne!
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Gebeut und befiehl, was soll Thamar tun?«

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Wie blitzet das Auge, das dunkle, so mächtig,
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Wie wallet das schwarze, das bläuliche Haar,
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Wie erglühen die Pfirsichwangen so prächtig,
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Wie woget die Brust ihr so wunderbar!

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Lang ließ er den Blick auf dem schönen Haupte
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Und flüchtig auch die Rechte ruhn: –
19
Dann wandt' er sich um, wo sein Rappe schnaubte:
20
»zieh' hin und vergiß mich: – das sollst du tun.«

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Felix Dahn
(18341912)

* 09.02.1834 in Hamburg, † 03.01.1912 in Breslau

männlich, geb. Dahn

deutscher Jurist, Schriftsteller, Historiker

(Aus: Wikidata.org)

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