Es ritten drei Grafen langsam durch den dunkeln Buchenwald

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Felix Dahn: Es ritten drei Grafen langsam durch den dunkeln Buchenwald Titel entspricht 1. Vers(1873)

1
Es ritten drei Grafen langsam durch den dunkeln Buchenwald,
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Sie zogen, das Grab des Heilands zu lösen aus Heidengewalt.

3
Da hörte der Jüngste sich rufen beim Namen und schaute zurück:
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»was reitest du, Harald, mein Harald, vorüber an deinem Glück?«

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Und nur so kurz als ein Pulsschlag aus dem Dickicht ein Ton erklang,
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Als ob alle Nachtigallen auf Erden vereint ihren Sang.

7
Und nur so kurz als die Wimper sich heben und senken kann
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Erschaut er die Waldfee liegen: – – er war ein verlorener Mann.

9
Mit Schweigen stieg er vom Pferde, auf den Sattel die Waffen er band,
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Einen leisen Schlag zum Abschied und das Rößlein trabte ins Land.

11
Graf Harald trat in das Dickicht: – die Zweige über ihn her –
12
Verloren, verschwunden, verschollen: – kein Auge sah ihn mehr.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Felix Dahn
(18341912)

* 09.02.1834 in Hamburg, † 03.01.1912 in Breslau

männlich, geb. Dahn

deutscher Jurist, Schriftsteller, Historiker

(Aus: Wikidata.org)

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