Die Segel zerschlissen, zersplittert die Rah

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Felix Dahn: Die Segel zerschlissen, zersplittert die Rah Titel entspricht 1. Vers(1873)

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Die Segel zerschlissen, zersplittert die Rah,
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Das Steuer gebrochen, kein Hafen nah',
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Der schuppige Drache gehaun vom Bord:
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Doch braust in den Fluten ein freudiger Nord:
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Er trägt uns zum Süd,
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Wo die Traube glüht,
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Zum sonnigen Süd!
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Die Mäntel spannet als Segel auf!
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Gott Odhin, leih' uns guten Lauf,
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Zum Süd, zum sonnigen Süd!

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Lang dient' ich dem Kaiser in Byzanz,
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Dort ist zu holen Glück und Glanz:
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Hei was ich da roten Goldes sah!
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Ein Eiland heißet Sizilia,
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Dort spülen die Quellen Edelstein
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Und blau lacht ewig der Himmel drein:
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Und vom selben Baum und vom selben Ast
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Ich pflückte die Blüt' und der Goldfrucht Last:
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Und nimmer sind' ich Ruh' und Rast
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Bis ich wieder der seligen Insel Gast
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Im Süd, im sonnigen Süd!

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Dort blühen die Weiber in dunkler Pracht
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Und die Männer wandeln in Weibertracht,
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Sie tragen die Brünne von Gold statt Erz:
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Doch darunter pochet ein feiges Herz.
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Dies Reich ist ein Becher, gefüllt zum Rand,
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Es harrt auf des kühnen Trinkers Hand,
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Ist der Goldfrucht gleich, die vollreif glüht,
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Der üppigen Witwe, des Schleiers müd:
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Zum Süd, zum Süd!
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Wir fahren zum sonnigen Süd!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Felix Dahn
(18341912)

* 09.02.1834 in Hamburg, † 03.01.1912 in Breslau

männlich, geb. Dahn

deutscher Jurist, Schriftsteller, Historiker

(Aus: Wikidata.org)

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