Lied der Sachsen

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Felix Dahn: Lied der Sachsen (1873)

1
Herr Kaiser Karl, du meinst es gut
2
Mit uns verstockten Heiden:
3
In deines großen Reiches Hut
4
Willst sorglich du uns weiden,
5
Willst uns aus Wald und Heide fort
6
An deinen Hof verpflanzen: –
7
Herr Kaiser Karl, glaub' unserm Wort,
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Wir taugen nicht zu Schranzen!
9
Nie wirst du uns vertreiben
10
Die stolze Lust an Wald und Au:
11
Wir wollen wild und frei und rauh,
12
Wir wollen Sachsen bleiben!

13
Herr Kaiser, du bist fromm und weis'!
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In deiner Pfalz zu Aachen,
15
Da summen tausend Pfaffen leis'
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In fremden, füßen Sprachen.
17
Du willst uns zu dem weißen Christ
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In seinen Himmel bringen,
19
Wo's wieder wie zu Aachen ist:
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Gold, Weihrauchduft und Singen! –
21
Herr Karl, das macht uns Grausen:
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Wir wollen lieber allesamt
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Nach Walhall, wo die Schildburg stammt,
24
Zu Wodan gehn und schmausen!

25
Herr Kaiser, wir woll'n steuern nicht
26
Zu Zehnten, Dom und Brücken,
27
Woll'n nicht das Haupt im Sendgericht
28
Vor deinen Grafen bücken!
29
Auf, schlaget alle Pfaffen tot,
30
Die Burgen brennet nieder,
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Dem Donar und dem Sassenôt
32
Türmt Stein und Altar wieder!
33
Herr Karl kann uns verderben, –
34
Nicht zwingen, daß wir Knechte sind:
35
Auf, führ' uns, Herzog Wittekind,
36
Wir wollen lieber sterben!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Felix Dahn
(18341912)

* 09.02.1834 in Hamburg, † 03.01.1912 in Breslau

männlich, geb. Dahn

deutscher Jurist, Schriftsteller, Historiker

(Aus: Wikidata.org)

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