Ratbod in Köln

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Felix Dahn: Ratbod in Köln (1873)

1
Den Frieden schlossen Fürst Pippin und Ratbod jüngst, der Friese:
2
Zum Feste kam ins heil'ge Köln der rotgelockte Riese.

3
Er kam aus Wodens heil'gem Hain, von Donars alten Eichen,
4
Am Hals trug er aus Bernstein stolz des Hammergottes Zeichen.

5
Er schritt vorbei Sankt Gereon: sie rührten leis' die Glocken:
6
»da schläfern sie wohl Kinder ein?« rief er und warf die Locken.

7
Er schritt vorbei Sankt Ursula: sie täten ihm alles berichten:
8
»elftausend Mädchen? All' sehr alt? Des lüstet mich mit nichten.

9
Mich wird dereinst vom treuen Schild empor nach Walhall führen
10
Auf ihren Armen weich und weiß die schönste der Walküren.«

11
Er kam in das Palatium, das glänzte von bunten Steinen,
12
Marmor der Tisch, Gold der Pokal, der Hochsitz elfenbeinen.

13
Mit Wohlgefallen sah der Held zur Linken und zur Rechten,
14
»so reich seid ihr? – Das wußt' ich nicht! Da müssen wir wieder fechten.«

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Felix Dahn
(18341912)

* 09.02.1834 in Hamburg, † 03.01.1912 in Breslau

männlich, geb. Dahn

deutscher Jurist, Schriftsteller, Historiker

(Aus: Wikidata.org)

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