So ein Menschensinn

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Peter Hille: So ein Menschensinn Titel entspricht 1. Vers(1879)

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So ein Menschensinn,
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Ihr wißt ja nicht,
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Wie groß der ist,
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Wie gewaltig und fest!
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Weilend und eilend
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Ein Proteus.
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Überallhin, überallhin
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Reichen reine Kräfte,
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Die sich der Triebe begeben.
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In zarten Farben
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Atmet der Geist ein seliges Leben,
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Bange vor Fülle.
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Alles ist von Blumen zu,
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Wo gibt es ein Ende?
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Über alles rieselst du hin,
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Göttlicher Geist,
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Und schaust dein selber
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Beschwichtigtes Schicksal,
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Und freust Dich,
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Eines gewaltigen Vaters der Dinge,
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Der nirgends wohnt,
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Um so glutender naht seine Kraft
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Den wachsenden Söhnen,
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In ihnen wächst er drängend
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Über die Erden,
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Neu sie erschaffend,
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Unverlassen,
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Anders gestaltet,
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Kann er die Welten
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Und ihr buntes leuchtendes Leben
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Ruhend aus sich tun.
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Sein Sein schon ist Leben.
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Farbige Weihe,
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Ungeheure Angesichter
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Her zu mir gestellt
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Aus der Unendlichkeit,
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Und starke deutliche Hände
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Mit festen brüchigen Daumennägeln,
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Knoten an den Gelenken
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Und blauen täglichen Ärmeln,
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Oder ziegelroten
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Und breitem, weißen, lässigen Aufschlag,
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Die kommen mir aus dem klaren,
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Dem Blicke weichenden Himmelsgewölbe.
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Ein Wortbauer,
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Gestalten sinnend,
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Gesetze gewinnend
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Von hüben
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Und drüben,
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Zuwartend,
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Rein mich putzend
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Und liebend, liebend.
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Die brennende Sehnsucht
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Zum weiteren
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Leben und Tod
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Und Sterne
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Und Sonnenbahnen
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Aus meinem helleren,
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Tieferen Geiste zu lesen,
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Sie wird gestillt nach Gesetzen
61
Zur Zeit.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Peter Hille
(18541904)

* 11.09.1854 in Erwitzen, † 07.05.1904 in Groß-Lichterfelde

männlich, geb. Hille

deutscher spätromantischer und naturalistischer Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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